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Psychologie pp 131-175 | Cite as

Das Problem des Bezugssystems (des Ortes und des Maßes)

  • Wolfgang Metzger
Chapter
Part of the Wissenschaftliche Forschungsberichte book series (WIFO, volume 52)

Zusammenfassung

Für die Frage des Ortes und des Maßes wird in der Psychologie herkömmlicherweise mehr oder weniger selbstverständlich folgende Voraussetzung gemacht, die dem atomistischen Grundsatz aufs engste verwandt ist, aber wegen der besonderen Sachfragen, auf die sie sich bezieht, unabhängig von ihm besprochen werden soll.

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Referenzen

  1. So ausdrücklich bei Hillebrand 1929.Google Scholar
  2. § 20 dieses Kapitels.Google Scholar
  3. Wie man sieht, handelt es sich bei dem Grundsatz der außerseelischen Verankerung um eine besonders eindrucksvolle Anwendung der Denkweise, die wir oben (Kapitel 1, § 7) physiologistisch nannten.Google Scholar
  4. Wie der Grundsatz der punktuellen Ortsbestimmtheit eine Anwendung des atomistischen Grundsatzes ist, der also über das oben behandelte Problem der Eigenschaften weit hinaus gilt, so verhält es sich auch mit dem Grundsatz der Sachfremdkeit, den wir bei der Frage des Zusammenhanges kennen lernten, und dem wir hier nun zum zweitenmal begegnen.Google Scholar
  5. Die Erörterung der Durchführbarkeit dieses Ansatzes, der heute noch fast allgemein anerkannt ist, würde hier zu weit führen; vgl. aber Kapitel 6, § 8; außerdem Metzger 1954.Google Scholar
  6. Vgl. Kapitel 2, § 10.Google Scholar
  7. Daß die Festigkeit dieser Zuordnung, als biologisch höchst unzweckmäßig, schon durch eine ganze Reihe eigens dazu vorhandener Einrichtungen des Körpers (Pupille, Sehpurpur) verhindert wird, nimmt dieser Tatsache nichts an Gewicht bei der Erörterung der Frage, ob die Bestimmtheit von Beziehungen auf der Bestimmtheit ihrer einzelnen Glieder beruht.Google Scholar
  8. Man macht den Versuch gewöhnlich im Dunkeln; das Fehlen des Lichtes scheint aber nicht als solches wesentlich zu sein, sondern nur als die einzige ganz sichere Art, ein wirklich einförmiges Gesichtsfeld herzustellen, Manche Verfasser (z.B. Kleint 1937) sind abweichender Ansicht; die Entscheidung steht aus.Google Scholar
  9. Man denke an die Seltenheit des „absoluten Gehörs”, auch bei musikalisch begabten Menschen.Google Scholar
  10. „Wesens-eigene Eigenschaft” ist übrigens eine Sinnwiederholung: „Eigenschaft” bedeutet ursprünglich nichts anderes als das „Eigene” (proprietas) im Gegensatz zum Fremden.Google Scholar
  11. Damit ist zugleich noch ein allgemeinerer phänomenologischer Satz ausgesprochen: daß nämlich schon in der unmittelbaren Anschauung bestimmte InhalteGoogle Scholar
  12. (Beschaffenheiten und Zustände) von vornherein als Folgen anderer gegeben sind (W. Köhler 1933b); d. h. daß es ein unmittelbares Verursachungs-Erlebnis nicht nur bei Vorgängen (s. oben Kapitel 3, § 16), sondern auch bei unverändert andauernden Zuständen gibt; doch gehört dies schon in den Zusammenhang des 5. Kapitels.Google Scholar
  13. Vgl. auch § 14 dieses Kapitels.Google Scholar
  14. Vgl. Kapitel 3, § 13.Google Scholar
  15. Vgl. schon Kapitel 1, § 12.Google Scholar
  16. Siehe Kapitel 1, § 8.Google Scholar
  17. Siehe Kapitel 1, § 6.Google Scholar
  18. In der Handschriftenkunde wird freilich, wenn auch bisher ohne klare Definition, in einem anderen, viel engeren Sinn von Rhythmus gesprochen. Man denkt dabei an leichte periodische Schwankungen irgendwelcher Schrift-Eigenschaften, die sich der Buchstabenfolge überlagern und die weder in der Schulvorlage vorgesehen sind noch vom Schreiber beabsichtigt werden, sondern unmittelbar aus seiner „Lebendigkeit” entspringen. Es sind dieselben Erscheinungen, die dem musikalischen Vortrag das Gepräge der Lebendigkeit oder Beseeltheit im guten Sinn verleihen.Google Scholar
  19. Vgl. § 14 dieses Kapitels.Google Scholar
  20. Siehe § 8, c dieses Kapitels. — Wenn man in einer Ansammlung unter sich gleichartiger, von einer einfarbigen Fläche abgehobener Gebilde ein vom Rest irgendwie abweichendes Gebilde „Figur” nennt (Ehrenstein 1928), liegt übrigens das Figur-Grundverhältnis ebenfalls schon verdoppelt vor; was bei der theoretischen Behandlung dieser Fälle leicht übersehen wird, weil die beiden Systeme sich weitgehend decken. Ähnlich verwickelt ist das Figur-Grundverhältnis, wenn man einen basso continuo als Grund erlebt, auf dem die Melodie sich als Figur abzeichnet (Ehrenstein 1942, S. 258 ff); hier besteht sowohl der „Grund” als auch die „Figur” schon selbst aus zahlreichen, sich von dem „eigentlichen”, „letzten” Grund (der Stille) absetzenden Einzelfiguren: den einzelnen Klängen oder gebundenen Klanggruppen.Google Scholar
  21. Wir vermeiden den Ausdruck symmetrisch, weil die beiden entgegengesetzten Richtungen gewöhnlich nicht spiegelgleich sind, sondern zu qualitativ ganz Verschiedenem führen.Google Scholar
  22. Weiteres über die Nullpunktslage § 16 dieses Kapitels.Google Scholar
  23. Wahrscheinlich nicht: Dezimalen-Täuschung!Google Scholar
  24. Dies trägt wohl mit dazu bei, daß an Gebilden großen Maßstabs (Türmen, Bergen) die ansdiauliche Überhöhung (§ 11, 2 dieses Kapitels) und die damit zusammenhängende Oberschätzung der Anstiegswinkel bedeutend stärker ist als an kleinen, und daß der Dadidecker immer überlebensgroß aussieht.Google Scholar
  25. Diese Unterscheidung ist keine logische Spitzfindigkeit; ohne sie wird es kaum möglich sein, die verwickelten Verhältnisse etwa bei dem Nebeneinander verschieden großer Gebilde zu klären, ebenso wie die Wirkung des Blickverhaltens.Google Scholar
  26. Schaut man z. B. durch ein Wagenfenster ins Freie, so umschließen in der Abbildungauf der Sinnesfläche die Wände des Wagens den Ausschnitt der Landschaft; trotzdem umschließt anschaulich — wie wirklich — die Landschaft den Wagen (Wolff 1935).Google Scholar
  27. Bezüglich Umschlossenheit und Größe bei Linschoten 1952 abweichende Befunde; Nachprüfung ist im Gang.Google Scholar
  28. Kapitel 3, § 16.Google Scholar
  29. Dieser Faktor spielt auch unter uneindeutigen Zusammenkangsverhältnissen bei dem Wechsel der Fassungen eine Rolle (Kapitel 3, § 9,2).Google Scholar
  30. Siehe Kapitel 1, §§ 10, 11.Google Scholar
  31. Die Vermutung, daß bei raschen Verschiebungen des Subjektes die anschauliche Bewegung des Umfeldes auf der Abnahme seiner optischen Eindringlichkeit beruht, deckt sich sachlich mit den oben angeführten Befunden über die Wirkung der Eindringlichkeitsverhältnisse. Trotzdem ist es unwahrscheinlich, daß sie der einzigeGoogle Scholar
  32. Grund ist; denn das Umfeld kann bei rascher Bewegung dès Subjekts schon lebhaft bewegt erscheinen, wenn von einer beträchtlichen Abnahme seiner Eindringlichkeit noch keine Rede sein kann: beispielsweise wenn man bei raschem Gehen unmittelbar vor den Füßen auf den Boden schaut.Google Scholar
  33. Ob auch das Empfindlichkeitsmaximum bei allen Arten von Bereichen feststellbar ist, müßte im einzelnen noch nachgeprüft werden.Google Scholar
  34. Diese Verhältnisse sind in ausdruckspsychologischen Untersuchungen häufig übersehen worden, so daß man Entscheidungsfragen, die nur nach der Eingewöhnung in eine bestimmte Gruppe zu beantworten sind, ohne sie zu beantworten suchte (Lurje 1933).Google Scholar
  35. Siehe dieses Kapitel, § 6.Google Scholar
  36. Vgl. Kapitel 2, § 4.Google Scholar
  37. Dies ist übrigens die Erscheinungsgruppe, die von Brunswik unter dem Namen „erweitertes Konstanzproblem” erörtert wird; vgl. Kapitel 2, § 11.Google Scholar
  38. Siehe Kapitel 7, § 10c.Google Scholar
  39. Siehe § 12 dieses Kapitels.Google Scholar
  40. Über die Deckung der Räume verschiedener Sinne siehe Kapitel 6, § 8.Google Scholar
  41. Besonders § 16 dieses Kapitels.Google Scholar
  42. Warum wir den gebräuchlichen Namen „Transformation” vermeiden, siehe § 4 dieses Kapitels.Google Scholar
  43. Vgl. dazu auch Kapitel 8, § 6.Google Scholar
  44. Vgl. audi Kapitel 6, § 4.Google Scholar
  45. Transformation ist hier ein rein beschreibender Ausdruck, der nichts mit Abweichungen von einem theoretisch angenommenen Normalzustand im Sinn des § 4 dieses Kapitels zu tun hat.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Metzger
    • 1
  1. 1.Psychologischen InstitutsUniversität MünsterDeutschland

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