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Psychologie pp 96-131 | Cite as

Das Problem des Zusammenhangs

  • Wolfgang Metzger
Chapter
Part of the Wissenschaftliche Forschungsberichte book series (WIFO, volume 52)

Zusammenfassung

Von kaum geringerer Bedeutung als der atomistische Grundsatz, und in der älteren Psychologie aufs engste mit ihm verknüpft, ist ein weiterer Grundsatz, der etwa folgendermaßen zu fassen ist:

Vierter Grundsatz: Alles kann mit allem vereinigt werden; und zwar kann alles mit allem gleich gut vereinigt werden; ebenso lassen sich an beliebigen Stellen einer seelischen Mannigfaltigkeit Scheidewände ziehen. Die Bestandteile eines Ganzen (einer räumlichen Gruppierung, eines Verlaufs) sind grundsätzlich beliebig. Die sachliche Beschaffenheit und das gegenseitige Verhältnis der sachlichen Beschaffenheiten — das Zueinander — der Bestandteile ist für die Frage des Vereinigt- oder Getrenntseins ohne Belang: Es fördert oder stört weder das eine noch das andere. Die verketteten Glieder haben grundsätzlich keine andere Brücke als ihr äußerliches Verbundensein; wie sie an sich zueinander stehen, ob sie einander fordern, ob sie innerlich aufeinander hinweisen oder nicht, ist völlig gleichgültig und wird nicht gefragt.

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Referenzen

  1. Siehe Kapitel 6, $ 12.Google Scholar
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  3. Eine andere Bedeutung werden wir in § 16, 3 dieses Kapitels kennenlernen.Google Scholar
  4. Ungewöhnlich klar ist diese Sorge, unter Berufung auf eine unzutreffende Bemerkung v. Weizsäckers, auf M. Scheerer und auf Petermann, von Linschoten (1952, Fußnote auf S. 59) ausgesprochen.Google Scholar
  5. Die Wahl gerade dieser einfachsten Fälle mag zugleich die Meinung beleuchten, die Gestalttheorie „verkenne” die einheitsstiftende Wirkung der Nähe (Berührung) und Ähnlichkeit (Ehrenstein 1942).Google Scholar
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  22. Vgl. Kapitel 5.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Metzger
    • 1
  1. 1.Psychologischen InstitutsUniversität MünsterDeutschland

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