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Verarbeitung von Wolle und Baumwolle

  • Adolf Thiele
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Zusammenfassung

Seit altersher ist vom Menschen das natürliche Haarkleid bestimmter Tiere als Bekleidungsschutz gegen ungünstige Witterung und Kälte ausgenützt worden. Die Entdeckung der Verspinnmöglichkeit der den Tieren entnommenen Haare, insbesondere der Schafwolle liegt im grauen Altertum; sie führte schon damals zum nächsten Schritt, dem Weben, d. h. zum kunstvollen Verflechten der einzelnen Fäden zu Geweben, die dem Körper in Form von Kleidungsstücken angepaßt werden konnten. Auch die Kunst der gleichen Verwendung und Verwertung von Planzenfasern zu Geweben ist, anscheinend von Indien aus sich verbreitend, uralt. Die Baumwolle ein malvenähnlicher Strauch (Gossypium), hat verhältnismäßig lange Samenhaare, die sich nach dem meist im Ursprungsland vorgenommenen Entfernen der anhängenden. Samenkörner verspinnen lassen. Dies Verspinnen von Wolle und Baumwolle ist dadurch möglich, daß ihre feinen Härchen infolge ihres anatomischen Baues auch nach Entfernung von der Entstehungsstätte im engsten Zusammenhange bleiben, d. h. sich „stapeln“ lassen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1926

Authors and Affiliations

  • Adolf Thiele
    • 1
  1. 1.DresdenDeutschland

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