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Der erste Sonntag am jneuen Orte

  • Jeremias Gotthelf
Chapter

Zusammenfassung

In der Samstagnacht ging es aus und ein, wie in einem Taubenhaus. Als am Sonntagmorgen Uli zur gewohnten Stunde hinunter kam, war es still von Menschen; aber die Pferde scharrten, die Kühe brüllten und kein Melker, kein Pferdeknecht waren da. Uli gab einmal Futter, gab zum zweiten Mal, setzte sich endlich selbst an’s Melken; denn es ist Richts schlimmer, als wenn nicht immer zur nämlichen Stunde gemolken und gefüttert wird. Mitt Schrecken sah er, wie verwahrloset die Euter der Kühe waren; nicht die halben Striche gut; es schiten ihm, als wenn der Melker nicht melken könne, oder fich nicht Zeit nehme es gut zu machen. Er war fast fertig, als der Melker fluchend kam und sagte, das hätte nicht so pressirt, die Kühe hätten wohl Zeit gehabt, zu warten, bis er gekommen, und wenn er ihm mehr unter eine Kuh sitze, so schlage er ihn unter sie, daß er sich seiner Lebenlang daran besinne, Uli sagte, das könne er machen, wie er wolle; aber es wäre möglich, daß der Melker eher unter der Kuh wäre, als er. Uebrigens wolle er, daß zur rechten Zeit gemolken würde, und zwar gut, sonst thue er es. Die Kühe hätten es sehr nöthig, daß man gut zu ihnen sehe.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1850

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  • Jeremias Gotthelf

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