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Wie Uli um eine Kuh handelt und fast eine Frau gekriegt hätte

  • Jeremias Gotthelf
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Zusammenfassung

Einmal, und damals war es heiß, hatte Uli eine Kuh zu Markt geführt. Der Meister hatte ihm gesagt, wie viel er lösen folle; was er darüber aus erhalten könne, das könne er behalten, aber er solle sich dabei wohl in Acht nehmen, daß er nicht zwischen Stühle und Bänke komme und am Ende die Kuh heim bringen müsse. Es sei schon Manchem so gegangen, daß er einen ordentlichen Preis hätte löfen können, aber zu hoch gefpannt und zuletzt keinen Käufer mehr gefunden habe. Uli hatte beim Mästen dieser Kuh sich viele Mühe gegeben und ging gespannter Erwartungen voll aus den Markt. Kann ich wohl 20, kann ich 40 Batzen herausschlagen, oder muß ich mit gar Nichts vorlieb nehmen? das ging ihm beständig rund um im Kopfe. Schon weit vor der Stadt paßten Leute auf, schrieen ihn an: „Junge, wie theuer das Kuh-li?” Sie griffen mit ihren fänden um die Kuh hetum, aber Alles war nicht recht an ihr, und die haut sei gar dünn, fagten sie, und Unschlitt nicht viel mehr, als für einem Kind die Schühli zu schmieren. Sie machten die Kuh aus, daß Uli bald drein geschlagen hätte.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1850

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  • Jeremias Gotthelf

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