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Zusammenfassung

Dokumentation ist im ursprünglichen Wortsinn die Fixierung eines Tatbestandes oder eines Sachverhaltes durch Niederschrift oder in einer anderen dauernden Form. Der vergängliche Sachverhalt wird dadurch für eine spätere Verwendung konserviert, allerdings nur insoweit, als die ihn charakterisierenden Merkmale in das „Dokument“ aufgenommen werden. Im Gebiet der Medizin ist das im Grunde nichts anderes als die Befund- und Verlaufsaufzeichnung im Krankenblatt, die seit ältesten Zeiten ihren anerkannten, wenn auch nicht sonderlich beliebten Platz in der klinischen Tätigkeit einnimmt Nun pflegt man aber im jetzt üblichen Sprachgebrauch diese eigentliche Dokumentation mit der späteren Verwendung und den modernen technischen und organisatorischen Methoden der Datenverarbeitung zu vermengen. Man versteht deshalb jetzt unter „Dokumentation in der Medizin“ einen Komplex von Verfahren zur Gewinnung und Aufzeichnung von klinischen Sachverhalten in vereinheitlichter Form zusammen mit deren mehr oder weniger mechanisierten Auswertung. Die Dokumentation ist insbesondere dazu bestimmt, das Krankengut für eine einwandfreie medizinische Statistik verwendbar zu machen. Der Einsatz von Lochkartenmaschinen und sogar von elektronischen Rechenanlagen ist in gewissem Maße kennzeichnend für diesen akzessorischen Teil der Wertbedeutung „Dokumentation“ geworden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1965

Authors and Affiliations

  • H. Wojta
    • 1
  1. 1.Chirurgischen Abteilung des Städtischen KrankenhausesRavensburgDeutschland

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