Advertisement

Eine einfache neue Bypaßtechnik für die chirurgische Behandlung der traumatischen Aortenruptur

Chapter
Part of the Hefte zur Unfallheilkunde book series (HU)

Zusammenfassung

Die operative Versorgung einer traumatischen Aortenruptur ist nur nach vorübergehendem Abklemmen des Blutstromes distal der Arteria carotis communis sinistra möglich. An dieser Stelle führt aber die Aortenabklemmung infolge akuter maximaler Widerstandserhöhung und Blutstauung im Herzen in etwa 2 bis 3 Minuten zum Lungenödem und Herzstillstand. Diese gefährlichen Folgen lassen sich bekanntlich durch einen intravasalen Shunt (Einführen eines Flanschs in das Gefäßrohr) oder durch Anwendung einer extracorporalen Pumpe verhindern. Das Einführen eines intravasalen Shunts dürfte aber bei der traumatischen Aortenruptur wegen des ausgedehnten mediastinalen Haematoms technisch recht schwierig sein und außerdem droht bei der Darstellung der Aorta jederzeit die Gefahr der freien Ruptur und Verblutung. Dem von COOLEY entwickelten Verfahren mit Entnahme des arterialisierten Blutes aus dem linken Vorhof mit einer DE BAKEY-Pumpe und Beinfusion durch die Arteria femoralis wird heute allgemein wegen seiner technischen Einfachheit der Vorzug gegeben. Dieser Links-Links-Bypass kann aber nur an großen Kliniken durchgeführt werden, die über eine entsprechende Ausrüstung mit extracorporalen Pumpen verfügen und er erfordert weiterhin die Heparinisierung des Verletzten, die wegen zusätzlicher Nebenverletzungen (Schädel-Hirntrauma, stumpfes Bauchtrauma) zu diffusen Blutungen führen kann.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1965

Authors and Affiliations

  • F. Gall
    • 1
  1. 1.Chirurgische Klinik mit Poliklinik der UniversitätErlangenDeutschland

Personalised recommendations