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Lävulosurie, Lactosurie, Pentosurie

  • L. Lichtwitz
Chapter

Zusammenfassung

Da Rübenzucker (Rohrzucker) 50% Lävulose enthält, einen Bestandteil unserer täglichen Nahrung bildet, da Lävulose unter normalen Verhältnissen im Körper und im Harn nicht gefunden wird, so bleiben für ihr Verschwinden nur zwei Wege offen: die unmittelbare Verbrennung und die Umwandlung in Dextrose. Im Reagensglas geht unter der Einwirkung von Alkalien Lävulose leicht in Dextrose über. Der Weg führt vielleicht über die Enolform (s. S. 106). Auch in der Leber findet eine sehr rasche Umlagerung statt 1). Daß hier ebenfalls als Zwischen-produkt die Enolform entsteht, schließt Isaac 1) aus der Tatsache, daß Lävulose viel schneller verbrennt als Dextrose. Der Enolform muß wegen ihrer Doppelbindung eine besonders leichte Angreifbarkeit zukommen. Auch beim Diabetiker findet die Umwandlung der Dextrose in Lävulose statt. Nach Lävulosefütterung ist oft eine Steigerung der Dextroseausscheidung, aber keine Lävulosurie zu beobachten. Eine solche Umwandlung ist für den Körper sehr nützlich, da nicht alle Organe (z. B. Herz und Darmmuskulatur) die Fähigkeit haben, Lävulose zu verbrennen. Daß diese Funktion der Leber vor anderen geschädigt sein kann, so daß eine alimentäre Lävulosurie entsteht, werden wir bei dem Kapitel „Leber” ausführlich erörtern.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1918

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  • L. Lichtwitz

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