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Verpflichtungen des Krankenpflegepersonals in bezug auf allgemeines Verhalten, namentlich Benehmen gegenüber den Kranken und deren Angehörigen, sowie gegenüber den Aerzten, Geistlichen und Mitpflegern; Berücksichtigung des Seelenzustandes des Kranken; Verschwiegenheit

  • Medizinalabteilung des Preußischen Ministeriums für Volkswohlfahrt
Chapter

Zusammenfassung

1. Furchtlosigkeit und Gottvertrauen sind abgesehen von der erforderlichen Ausbildung die vornehmsten Grundlagen für die Krankenpflegetätigkeit, in der das Pflegepersonal auch widerwärtigen oder gefährlichen Krankheiten nahe tritt. Daneben muß unbedingte Zuverlässigkeit gefordert werden, weil Pfleger und Pflegerinnen infolge ihres Berufes jederzeit in nahe Berührung mit den Familien treten können. Im Benehmen und in der äußeren Erscheinung (Kleidung, Haartracht) soll das Pflegepersonal einen vertrauenerweckenden Ernst erkennen lassen. Es würde ihm wenig gut anstehen, wenn es aus leichtfertiger Gesellschaft oder in auffälligem Anzüge zu einer Hilfeleistung bei einem schwer Leidenden gerufen würde. Die Wichtigkeit der Sauberkeit des eigenen Körpers und des Anzuges ist bereits in den §§ 45, 173 und 174 besprochen, es ist aber außerdem nötig, daß der Anzug und besonders auch die Haartracht Sinn für Ordnung und Einfachheit erkennen läßt. Der Kranke wird beides erwarten. Pflegerinnen und Pfleger müssen sich ferner bemühen, aufdringliche Gerüche von ihrer Person fernzuhalten, weil die Kranken dadurch belästigt werden.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1920

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  • Medizinalabteilung des Preußischen Ministeriums für Volkswohlfahrt

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