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Chromosomen und Mendelspaltung

  • Richard Goldschmidt
Chapter
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 2)

Zusammenfassung

Wenn wir auf die Gesetze der Mendelspaltung zurückblicken, so zeigt sich, daß folgendes die grundlegenden Punkte sind: 1. Die Geschlechtszellen der Bastarde sind „rein“ in bezug auf die in die Bastardierung eingegangenen Erbfaktoren, es tritt keinerlei Vermischung oder Verschmelzung von Faktoren ein. 2. In den Geschlechtszellen des Bastards kombinieren sich die von den beiden Bastardeltern stammenden Erbfaktoren in jeder denkbaren Weise so, daß von jedem Paar je einer vorhanden ist. 3. Alle diese Geschlechtszellen mit verschiedener Faktorenzusammensetzung werden in gleicher Zahl gebildet. 4. Die Befruchtung erfolgt, wie der Zufall es gibt und erlaubt daher, daß alle denkbaren Zusammenstellungen zwischen den verschiedenen männlichen und weiblichen Geschlechtszellen die gleiche Aussicht haben zu erscheinen. Es ist naheliegend, daß nun unser Blick sich wieder auf die Geschlechtszellen richtet, von denen wir in einem früheren Abschnitt so viel gehört haben; denn in ihnen muß doch der geheimnisvolle Mechanismus gelegen sein, der dafür sorgt, daß sich die Erbfaktoren in allen Zufallskombinationen auf alle die Geschlechtszellen verteilen. Tatsächlich haben wir auch bereits den entscheidenden Mechanismus kennengelernt und knüpfen nun wieder an unsere früheren Erörterungen an.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1933

Authors and Affiliations

  • Richard Goldschmidt
    • 1
  1. 1.Kaiser Wilhelm-Institut für BiologieBerlin-DahlemDeutschland

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