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Die Grundtatsachen der Mendelschen Vererbungsgesetze

  • Richard Goldschmidt
Chapter
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 2)

Zusammenfassung

Wir wissen nun schon einiges über die sichtbaren Erbeigenschaften der Lebewesen und ebenso einiges über die Geschlechtszellen, die im Beginn der Entwicklung ja in sich die Fähigkeit enthalten müssen, die Erbeigenschaften der Eltern bei dem neu entstehenden Kind wieder hervorzubringen. So ist es nun unsere nächste Aufgabe, die Beziehungen zwischen den einzelnen Erbeigenschaften der Eltern und denen der Kinder zu verfolgen, mit anderen Worten zu studieren, in welcher Art die erbliche Übertragung von Eigenschaften auf die Nachkommenschaft erfolgt. Versuchen wir nun einmal einen Weg auszudenken, auf dem wir zu einer Einsicht gelangen können. Nehmen wir einmal an, wir haben zwei Eltern, die erblich vollständig gleich sind, also genau die gleichen Erbeigenschaften auf ihre Nachkommen zu übertragen imstande sind. Es ist ohne weiteres klar, daß die Nachkommen dieses Paares wieder ganz genau ihren Eltern gleichen werden. Über diese einfache Aussage werden wir so nicht hinauskommen. Nehmen wir nun an, es habe sich um ein Negerpaar gehandelt, und wir wollen wissen, wie gerade die Erbeigenschaften, die den Neger auszeichnen, sich auf seine Nachkommen übertragen; wir schränken also bereits unsere Frage auf eine ganz bestimmte Gruppe von Eigenschaften ein.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1933

Authors and Affiliations

  • Richard Goldschmidt
    • 1
  1. 1.Kaiser Wilhelm-Institut für BiologieBerlin-DahlemDeutschland

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