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Enzyme pp 745-746 | Cite as

Kallikrein

[3.4.4.21]
  • Eugen Werle
  • Ivar Trautschold
Chapter
Part of the Handbuch der Physiologisch- und Pathologisch-Chemischen Analyse book series (HOPPE-SEYLER)

Zusammenfassung

Kallikrein gehört zur Gruppe der Kininogenasen, die aus einem a2- Globulin des Blutplasmas, dem Kininogen, die sog. Plasmakinine*** herausspalten. Kallikrein ist im Harn und in Speicheldrüsen von Säugetieren in aktiver Form und im Pankreas (griechisch „kallikreas”) und Blutplasma als,, pre -enzyme “ enthalten. Die Kallikreine aus Harn, Speicheldrüsen und Pankreas verhalten sich wie Isoenzyme und setzen aus ihrem physiologischen Substrat, dem Kininogen, das Dekapeptid Kallidin frei. Die Kallikreine sind streng spezifische Enzyme, die nur das Kininogenmolekül proteolytisch angreifen. Das Kallikrein aus Blutplasma steht in seinen Eigenschaften dem Trypsin näher und vermag wie dieses aus Kininogen das Nonapeptid Bradykinin freizulegen. Es besitzt darüber hinaus auch eine geringe unspezifische proteolytische Aktivität. Die Angriffspunkte der verschiedenen Kallikreine am Kallidinogen sind aus dem folgenden Schema zu ersehen:

Literatur

  1. 1.
    Trautschold, I., u. E. Werle; in: Bergmeyer, H. U. (Hrsg.): Methoden der enzymatischen Analyse. S. 880. Weinheim 1962.Google Scholar
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    Trautschold, I., u. E. Werle; in: H. U. Bergmeyer (Hrsg.): Methoden der enzymatischen Analyse, S. 880. Weinheim 1962.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1967

Authors and Affiliations

  • Eugen Werle
    • 1
  • Ivar Trautschold
    • 1
  1. 1.Klinisch-Chemisches Institut an der Chirurgischen KlinikUniversität MünchenDeutschland

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