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Trasylol bei hyperfibrinolytischen Zuständen

  • H. Ludwig
Chapter
Part of the Langenbecks Archiv für Chirurgie book series (LAC)

Zusammenfassung

Gerinnungs- und fibrinolytische Prozesse laufen kontinuierlich ab. Die Systeme sind bilanziert. Hyperfibrinolyse ist nicht zu trennen von Hyperfibrinogenolyse. Sie kann primäres oder sekundäres Phänomen sein, sie kann generalisiert in der Gesamtzirkulation, soweit diese der Untersuchung zugänglich ist, nachweisbar sein oder auch nur disseminiert lokal. Dann gehen die Reaktionen, auf denen die üblichen Nachweismethoden beruhen, in die Bilanz der Gesamtzirkulation nicht ein. Der Nachweis ist dann nur experimentell in Gewebeproben möglich oder im Drainageblut aus Organen wie z. B. im Uterusvenenblut. Die Problematik des Nachweises der disseminiert lokalen Hyperfibrinogenolyse oder Hyperfibrinolyse darf jedoch nicht dazu führen, gerade diese Form des „hyperfibrinolytischen Zustandes“ zu verkennen. Bisher hat man nur vermutet, daß es solche Zustände geben muß, weil der hämostyptische Effekt von Fibrinolyse-Inhibitoren bei bestimmten Organblutungen anders nicht erklärlich wäre. Mit genauerer Methodik und im Experiment ist jedoch der direkte Nachweis flüchtiger hyperfibrinolytischer Zustände im Organ möglich geworden. Damit gelingt es, etwas mehr Licht in die Vorgänge zu werfen, die dem klinisch erprobten Effekt auf die Nachblutungsneigung im Operationsgebiet bestimmter Organe (am sichersten ist der Nachweis in der Prostata, im Uterus und in der Lunge) zugrunde liegen.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • H. Ludwig
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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