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Unsere Erfahrungen mit der Alloarthroplastik am Hüftgelenk

  • G. Maurer
  • H. Scholze
Chapter
Part of the Langenbecks Archiv für Chirurgie book series (LAC)

Zusammenfassung

Es wird über Erfahrungen bei 75 Alloarthroplastiken am Hüftgelenk berichtet, die in den letzten 8 Jahren durchgeführt wurden. Bei den Patienten handelt es sich um 61 Frauen und 14 Männer im Alter zwischen 23 und 89 Jahren, wobei die meisten auf das 7. und B. Lebensjahrzehnt entfallen. Die Patienten stammen ausschließlich aus unserem unfallchirurgischen Krankengut. Die Indikation zur Durchführung einer Endoprothesen-Operation stellt daher in 61 Fällen eine Hüftkopfnekrose und in 7 Fällen eine Pseudarthrose nach Schenkelhalsbruch dar. 7mal wurde die sofortige Hüftkopfplastik durchgeführt. Es wurde die Spezial-Endoprothese nach Moore, seit einiger Zeit in der Modifikation nach Wittebol verwendet. Diese Prothese genügt in gewebsbiologischer, gelenkmechanischer und in statischer Hinsicht den an sie gestellten Forderungen. Beim Einbringen der Endoprothese ist auf die genaue Übereinstimmung von Prothesenkopfgröße und Pfannenweite ebenso zu achten wie auf die Beschaffenheit der Gelenkkopfpfanne selbst. Bestehen stärkere sekundäre Veränderungen, welche die ideale Kongruenz zum Prothesenkopf verhindern, so ist mit einem schlechten funktionellen Ergebnis zu rechnen. Hier besteht die Indikation zur Totalprothese. Entscheidend für die spätere Funktion ist außerdem die absolut feste Verankerung des Prothesenstieles im Femurschaft. Neben der genauen Einpassung der Prothese verwendet man zusätzlich seit 4 Jahren den Kunststoff Palacos. Der Zugang zum Hüftgelenk, der Ablauf der Operation und die wesentlichen Punkte der Nachbehandlung werden kurz dargelegt. Alle Patienten, die heute zwischen 1/2 Jahr und 8 Jahren ihre Endoprothesen besitzen, wurden einer Nachtuntersuchung unterzogen. Als Grundlage für die Beurteilung des Operationsergebnisses wird der Bewegungsumfang im Hüftgelenk, vorhandene oder auftretende Schmerzen, bestehende Muskelatrophie, vorhandene Kontrakturen und das Ergebnis der Röntgenkontrolle herangezogen. Die hieraus gewonnenen Ergebnisse zeigen, daß die Alloarthroplastik im Hüftgelenk bei kritischer Indikationsstellung und bei fehlerfreier Operationstechnik mit Hilfe der modernen Spezialendoprothesen eine Möglichkeit darstellt, die Funktion des geschädigten Gelenkes entscheidend zu verbessern.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • G. Maurer
    • 1
  • H. Scholze
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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