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Funktionsverbessernde Eingriffe an den Fingergelenken

  • D. Buck-Gramcko
Chapter
Part of the Langenbecks Archiv für Chirurgie book series (LAC)

Zusammenfassung

Der Gebrauch einer Hand kann durch schmerzhafte Bewegungseinschränkungen der Fingergelenke oder Versteifungen in ungünstiger Stellung erheblich beeinträchtigt sein. Derartige Funktionsstörungen kommen durch Verletzungen, Infektionen oder Krankheiten (Polyarthritis, Arthrose) zustande; ihre chirurgische Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Gelenkzerstörung, der Lokalisation an der Hand, dem Zustand der das Gelenk umgebenden Gewebe und nicht zuletzt nach Alter und Beruf des Patienten. Während manchmal die Funktion der Hand durch Arthrose eines oder mehrere Gelenke in einer günstigen Position verbessert werden kann, führen in anderen Fällen Arthroplastiken zu einer besseren Beweglichkeit. Unter diesen Eingriffen spielen neben der Resektion mit und ohne Interposition körpereigener Gewebe in den letzten Jahren die alloplastischen Verfahren mit bestimmten Gelenkprothesen eine Rolle. Außer dieser, das ganze Gelenk entscheidend verändernden Operation, kommen bei begrenzten Schädigungen Eingriffe nur am Kapsel-Band-Apparat in Betracht. Diese Kapsulektomien und Seitenbandplastiken haben ihre Indikation vor allem an den Grundgelenken. An den Mittelgelenken läßt sich dagegen — ebenso wie am Handgelenk durch die Denervation die Funktion unter Erhaltung der Beweglichkeit günstig beeinflussen. Schmerzhafte Bewegungseinschränkungen des Sattelgelenkes des Daumens können durch Exstirpation des Trapeziums beseitigt werden, wenn eine gewisse Kraftminderung in Kauf genommen wird; muß dagegen die Kraft erhalten bleiben, ist eine Arthrodese zu empfehlen. Indikation, Technik und postoperative Behandlung der einzelnen Operationsverfahren werden angegeben.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • D. Buck-Gramcko
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

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