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Zur geschichtlichen Entwicklung gelenkplastischer Eingriffe

  • C. Reimers
Chapter
Part of the Langenbecks Archiv für Chirurgie book series (LAC)

Zusammenfassung

Der geschichtliche Überblick beginnt bei den bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts anerkannten „brisement forcé“. Er führt weiter über die 1820 einsetzenden operativen Versuche durch Herstellung von „Pseudarthrosen“ zur „Arthrolysis“ (1880) und „Arthroplastik“ mit dem Ziel der Rekonstruktion der Gelenkform. Verwandt wurden Holz, Silber, Zink, Elfenbein, Gold usw. Lexer wies 1906 darauf hin, daß autologes Material den heterologen Stoffen überlegen ist. Nachuntersuchungen dieser letzten Methode ergaben jedoch zahlreiche Mißerfolge. Eine neue Ära eröffnete Lexer durch die freie Verpflanzung ganzer Gelenkabschnitte, d. h. homologer Transplantate. Die Interpositionstechnik erfuhr 1917 durch Smith-Peterson neue Impulse bei Verwendung von Plexiglas, Bakelit und 1938 Vitallium. Ende der 20er Jahre breitete sich jedoch auch die Technik der Endoprothese (Replacement-Arthroplasty) aus, die durch die Stiftendoprothese der Gebrüder Judet 1946 verbessert wurde. Die weiteste Verbreitung hat heutzutage der alloplastische Gelenkersatz durch die Entwicklung von Moore (1940), hauptsächlich für die großen tragenden Gelenke wie Hüft- und Kniegelenk, aber auch Schulter-, Ellenbogen- und Fingergelenke.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • C. Reimers
    • 1
  1. 1.Wuppertal-ElberfeldDeutschland

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