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Christian Muhr Abschied von der optimalen Öffentlichkeit

  • Katharina Blaas-Pratscher
Chapter
Part of the Öffentliche Kunst, Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich / Public Art Lower Austria book series (VEROEFFKUNST)

Zusammenfassung

Kunst und Öffentlichkeit bilden in Österreich ein besonders ungleiches Paar, denn hierzulande trifft eine aktive Kunstproduktion mit einer hohen Dichte an Kunstinstitutionen sowie einer beachtlichen Kunstförderung auf einen vergleichsweise kleinen Kunstmarkt, ein sehr enges Publikumssegment und eine Medien-situation, in der sich wenige Kritikerinnen mehr den Künstlerlnnen verpflichtet fühlen als einer breiteren und qualifizierten Öffentlichkeit, da diese nicht existiert. Der Mangel an pluralen Medien, Märkten und Meinungen sowie ihrer Protagonistlnnen führt dazu, dass kein qualifizierter Diskurs über Gegenwartskunst entstehen kann, der gesamtgesellschaftlich eine kritische Masse erreicht. Per definitionem eignet sich Kunst im öffentlichen Raum besonders, um die Aktualität dieses Szenarios zu überprüfen, dessen Ursachen in gut bekannten historischen Fakten, wie dem Fehlen eines starken und selbstbewussten Bürgertums sowie der Vertreibung seines jüdischen Teils ab 1938, zu suchen sind. Für das Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit ist dabei entscheidend, dass seither der Staat versucht, dieses Vakuum zu kompensieren.

Christian Muhr Departure from the Optimum Public

Abstract

In Austria art and the public create a particularly unequal pair, since here one finds active art production with a high density of art institutions as well as considerable art funding in a comparatively small art market, a very narrow public sector and a media situation in which the few critics feel more committed to artists than to a broader, qualified public, since the latter does not exist. As a result of the lacking pluralism in terms of media, markets and opinions as well as their protagonists, no qualified discourse on contemporary art can evolve which, seen from the perspective of society as a whole, would reach a critical mass.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 2002

Authors and Affiliations

  • Katharina Blaas-Pratscher

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