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Anwendung des Eisenbetons im Hochbau

  • B. Löser

Zusammenfassung

Die Gründung eines Bauwerkes bezweckt die Verteilung der Lasten auf das Erdreich, Die Mittelkraft aller Lasten soll die Fundamentsohle nach Möglichkeit unter rechtem Winkel treffen. Größte zulässige Abweichung der Mittelkraft vom Lot auf der Aufstandsfläche 20 °. Als geringste Gründungstiefe gilt die Frosttiefe von 0,80–1,00 m. Die Gründungsart wird bestimmt durch die zulässige Beanspruchung des Bodens, durch Höhenlage und Mächtigkeit der tragfähigen Bodenschichten und durch den Grundwasserstand. Die zulässige Beanspruchung des Baugrundes beträgt σ = 2,5 bis 5,0 kg/cm2 für guten Baugrund; hierunter rechnet man trockenen und mäßig feuchten Lehm und Ton, Sand und Kies, Mergel, Pläner. Bei Felsboden darf 5 kg/cm2 überschritten werden. Weniger als 2 kg/cm2 nehme man für stark feuchten Lehm und Ton, sehr feinen Sand (Triebsand), aufgeschütteten Boden. Stampfbeton — Blockfundamente wählt man, wenn tragfähiger Boden in geringer Tiefe vorhanden und wenn bezüglich der Fundamenthöhe keine Beschränkungen bestehen, Eisenbetonfundamente — meist teurer als Stampfbeton-Blockfundamente — wenn wegen geringer Mächtigkeit der tragfähigen Bodenschichten oder hohen Grundwasserstandes die Konstruktionshöhe gering ist. Gründungen auf Pfeilern, Brunnen, Pfählen oder Senkkästen, wenn der tragfähige Boden erst in größerer Tiefe unter einer nicht tragfähigen Schicht angetroffen wird (vgl. Kap. Grundbau,). Plattengründung wird gewählt auf wenig tragenden Schichten großer Mächtigkeit.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1921

Authors and Affiliations

  • B. Löser
    • 1
  1. 1.DresdenDeutschland

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