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Über die Methode der „Normalbahnen“ von C. Cranz und ihre Anwendung zur Prüfung der verschiedenen Lösungsmethoden auf deren Genauigkeitsgrad

  • Carl Cranz

Zusammenfassung

In den vorhergehenden Abschnitten 4 bis 7 wurden zahlreiche Methoden zur Lösung des äußerballistischen Problems besprochen. Alle diese Methoden können mit einem doppelten Fehler behaftet sein. Der erste Fehler, der der Kürze halber der Integrationsfehler oder der rein mathematische Fehler heißen möge, rührt daher daß die Differentialgleichungen der Geschoßbewegung nur mit irgendeinem Näherungsverfahren integriert werden; und zwar auch dann nur mit einem Näherungsverfahren, wenn von vornherein vorausgesetzt werden soll, daß die Geschoßachse dauernd in der Bahntangente bleibt, also das Geschoß wie ein Massenpunkt sich bewegt, wenn ferner von der Änderung des Luftgewichts δ und damit des ballistischen Koeffizienten c mit der Höhe und von sekundären Einflüssen, wie z. B Erdrotation, Geschoßrotation, Abnahme von g mit der Entfernung vom Erdmittelpunkt, Erdkrümmung usw. abgesehen wird. Dieser durch das näherungsweise Integrationsverfahren entstehende Fehler kann der Größe nach ermittelt werden. Der zweite Fehler hat seine Ursache darin, daß den einzelnen Formel- und Tabellensystemen die verschiedenartigsten Luftwiderstandsgesetze zugrunde gelegt sind, aber das richtige Luftwiderstandsgesetz von der Aeromechanik noch nicht festgestellt werden konnte; ferner darin, daß das Langgeschoß mit einer Rotation um die Längsachse und vielfach auch mit einer solchen um eine Querachse seinen Flug in der Luft beginnt und weiterhin Pendelungen von veränderlicher Größe um den Schwerpunkt ausführt usw.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1925

Authors and Affiliations

  • Carl Cranz
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule BerlinBerlin-CharlottenburgDeutschland

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