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Physikalisch-chemische Blutuntersuchung

  • A. v. Domarus
Chapter
Part of the Enzyklopaedie der Klinischen Medizin book series (EKM)

Zusammenfassung

Die quantitative Bestimmung des Blutfarbstoffes spielt bei jeder Blut-untersuchung eine besonders wichtige Rolle, Ihre Bedeutung liegt darin begründet, daß die Hb-Bestimmung Aufschluß über die Hauptfunktion des Blutes, die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff, geben soll. Hiernach müßte eigentlich jede Hb-Bestimmung sich die Lösung der Frage zur Aufgabe stellen, in welchem Grade der Blutfarbstoff im einzelnen Fall die Sauerstoffversorgung zu erfüllen vermag; eine Hb-Bestimmung wäre danach gleichbedeutend mit einer Untersuchung über das Bindungsvermögen des Blutes für Sauerstoff. In der Tat sind verschiedene Hb-Bestimmungsmethoden neueren Datums bestrebt, diese Frage direkt zu beantworten. Hierzu gehören in erster Linie die gasometrischen Methoden.

Referenzen

  1. 1).
    Es seien hier die Schlußsätze der Bohrschen .Arbeit zitiert (Skand. Archiv f. Physiol. Bd. 3): Es gibt verschiedene Hämoglobine, die unter gleichen äußeren Verhältnissen eine verschiedene Menge Sauerstoff absorbieren, im übrigen aber hinsichtlich des chemischen Charakters einander nahe stehen .. Es ist anzunehmen, daß das gewöhnliche Hämoglobin eine Mischung von Hämoglobinen mit verschiedener Sauerstoffabsorbtion ist.Google Scholar
  2. 2).
    Von anderer Seite (Bornsteinu. Franz Müller) wird allerdings wiederum die Ansicht Bohrs verteidigt.Google Scholar
  3. 1).
    Das Pikrokarmin wurde zum ersten Male von Rajewski zur kolorimetrischen Bestimmung des Hämoglobins benutzt.Google Scholar
  4. 1).
    Hersteller des Hämometers: C. Reichert, Wien, Bennogasse 24–26. Dem Apparat wird eine Gebrauchsanweisung von Veillon beigegeben.Google Scholar
  5. 1).
    Bezüglich der Fehlerquellen des alten Fleisch Ischen Hämometers vgl. auch die Arbeit von Mayer (Deutsches Arch. f. klin. Med. Bd. 57).Google Scholar
  6. 1).
    Bei dem alten Fleisch Ischen Hämometer, das ohne Melangeur angewendet wurde, fehlte die Möglichkeit, mit verschiedenen Verdünnungen zu arbeiten.Google Scholar
  7. 1).
    Vgl. auch die Arbeit von Jaquet.Google Scholar
  8. 1).
    Vgl. Literatur Albrecht.Google Scholar
  9. 1).
    Vgl. Hüfner, Archiv f. Anat. u. Physiol. (phys. Abt.) 1894.Google Scholar
  10. 1).
    Die Hb-Bestimmung, der die Färbekraft des Hämatins zugrunde liegt, macht die stillschweigende Voraussetzung, daß der Hämatingehalt des Hämoglobinmoleküls eine konstante Größe ist und demnach dem Sauerstoffbindungsvermögen, dem Eisengehalt usw. des Hämoglobins stets parallel geht. Von einzelnen Autoren (Inagaki, Saito, Oerum) wird dieser Parallelismus indessen bestritten.Google Scholar
  11. 1).
    Statt der gewöhnlichen Sahlischen Pipette kann man besondere Präzisions -pipetten, die nach dem Prinzip der Zählpipetten von Hirschfeld (S. 74) bzw. Portmann (S. 75) konstruiert sind, verwenden.Google Scholar
  12. 1).
    Sahli legt besonderen Wert darauf, daß sein Hämometer von dem alleinigen Hersteller des Originalapparates, Optiker Büchi in Bern bezogen wird bzw. daß man bei der Anschaffung des Apparates darauf achtet, daß es sich wirklich um ein Sahlisches Originalhämometer handelt und nicht um ein Falsifikat, wie solche mit minderwertiger Standardlösung, falschkalibrierter Eprouvette usw. vielfach im Handel sind.Google Scholar
  13. 1).
    Es werden von der Firma Hellige & Co. auch leere Keile mit eingeschliffenem Glasstopfen zum Selbsteichen geliefert.Google Scholar
  14. 1).
    Die beiden Tafeln wurden aus dem Handb. d. physiol. Methodik von Tigerstedt Bd. II, Abschnitt über Bestimmung des Hämoglobins von Bürker entnommen.Google Scholar
  15. 1).
    Butterfield fand für Oxyhämoglobin aus Menschenblut als Mittelwert des Absoip-tionsverhältnisses L89 . 10 -3 (Extinktionskoeffizient bei 564,6 µµ —556,1 µµ) bezw. 1,18 • 10 – 3 bei 542 µµ —533,5 µµ). Vgl. auch die Arbeit von Letsche.Google Scholar
  16. 1).
    Im Zusammenhang hiermit ist zu erwähnen, daß Plesch den Vorschlag machte, die Lichtempfindlichkeit des Selens zur Hb-Bestimmung zu verwerten. Bisher hat die Anregung eine praktische Verwertung nicht gefunden.Google Scholar
  17. 2).
    Es sei hier insbesondere auf die Arbeit von Fowellhingewiesen, der nachwies, daß der gesamte Fe-Gehalt des Blutes stets größer ist als es dem Hämoglobingehalt entspricht.Google Scholar
  18. 1).
    Nach den Angaben Neumanns ist die für die Fe-Analyse zu veraschende Substanzmenge so zu bemessen, daß sie 2–3 mg Eisen enthält, was 5–10 g Blut entspricht. Ist sehr wenig Eisen vorhanden, so empfiehlt er, genau abgemessene 10 ccm EisencMoridlösung (20 ccm Fresenius sehe Eisenchloridlösung mit 2 ccm konz. HCl versetzt und auf 11 aufgefüllt) = 2 mg Fe vor dem Zusetzen des Zinkreagens hinzuzufügen. Bei der Titration des Fe wird ratürlich die zugesetzte Eisenchloridlösung in Abrechnung gebracht.Google Scholar
  19. 1).
    Die Pacinische Lösung selbst erwies sich in den Untersuchungen Hayems (Arch, de phys, et path. 5) als wenig geeignet, da sie eine Agglutination der Erythrozyten herbeiführt.Google Scholar
  20. 1).
    In der Abb. 31b, die die Kammer im Profil zeigt, ist aus didaktischen Gründen die Höhendifferenz zwischen Zählplatte und äußerer Platte, durch die die Kammer entsteht, absichtlich übertrieben dargestellt. Das Deckglas hat im allgemeinen eine Dicke von 0,4 mm.Google Scholar
  21. 1).
    Pappenheim wendet physiol. NaCl-Lösung an, der er zur Färbung der Leukozytenkerne etwas Methylviolett oder Neutralrot zusetzt.Google Scholar
  22. 1).
    Dieser Satz verliert seine Gültigkeit, wie auch Reinert gegenüber Lyon und Thoma betont, sobald es sich nicht mehr um ein und dieselbe Blutmischung handelt, weil dann zu dem wahrscheinlichen Fehler, der durch ungleiche Verteilung der Blutzellen zustande kommt, der variable Fehler hinzukommt, der sich bei der Entnahme, Abmessung und Verdünnung des Blutes einstellt. —Der von Abbe angegebene Fehler von 1% bei der Blutkörperchenzählung bezieht sich denn auch nur auf die Feststellung der Zeilenzahl in der Kammer, nicht aber auf den gesamten Akt der Zählung mit seinen verschiedenen Phasen.Google Scholar
  23. 1).
    Näheres über die Einwände von Roerdansz gegenüber den früheren Zählpipetten sowie die .Erwiderung von Bürker findet sich in Folia hämat. Bd. XVII (Archiv) Heft I sowie Pflugers Archiv Bd. 149, S. 532. .Ai-niv, nett lGoogle Scholar
  24. 1).
    Auch v. Koranyi beobachtete bei Anwendung der Thomaschen Kammer auffallend hohe Erythrozytenwerte, die eine PoIyzythämie vortäuschten.Google Scholar
  25. 1).
    Aq. dest. 160,0, Glyzerin 30,0, Natr. sulfuric. 8,0, Methylviolett 5 B 0,025.Google Scholar
  26. 1).
    Methoden, mittels der die Blutkörperchenzahl an Trockenpräparaten bestimmt wird, wurden auch von Eichhorn und Laporte sowie von Geissler angegeben.Google Scholar
  27. 1).
    Eine der Voraussetzungen für den praktischen Wert der Leukozyten zählung ist die „Homogenität” des Blutes hinsichtlich der weißen Blutkörperchen. Die Lehre Kjer- Petersens von der Inhomogenität des Blutes wurde hinsichtlich der Leukozyten von A. v. Bonsdorff widerlegt.Google Scholar
  28. 1).
    Die Beschreibung der Kammer findet sich in der Arbeit Staeublis im Deutsch. Arch. f. klin. Med. Bd. 85.Google Scholar
  29. 1).
    Da die Welekersehe Methode zurzeit das einzig wirklich exakte Verfahren zur Blutmengenbestimmung darstellt, so wird es bei Erprobung neuer Methoden im Tier-experiment vorläufig auch in Zukunft als die souveräne Kontrollmethode dienen müssen. Aus diesem Grunde sei hier die Methode für diejenigen, die mit ihr praktisch arbeiten wollen, wiedergegeben. Plesch, der das von verschiedenen Forschern vervollkommnete Verfahren weiter ausarbeitete, gibt folgende Beschreibung, die hier wörtlich wiedergegeben sei : Das Tier wird auf ein gereinigtes Operationsbrett aufgebunden und auf einer Seite die Carotis und Jugularis frei präpariert. In beide Gefäße werden Glaskanülen zentral und distal vom Herzen eingebunden, die distalen Kanülen werden vor der Hand abgeklemmt. Aus der Carotis fängt man zunächst in einem mit Ammonoxalatpulver beschickten Gefäß etwas Blut auf, mit dem die später gewonnenen Blutproben verglichen werden. In die Vene wird aus einem zirka 1/2 m über der Einflußstelle stehenden Gefäße eine 0,9 % NaCl-Lösung infundiert. Das Einfließen in die Vene und das Ausfließen aus der Carotis muß so reguliert sein, daß das Herz möglichst lange in Tätigkeit bleibt. Die abfließende Spülflüssigkeit wird in Glasgefäßen aufgefangen, in welchen ein die Gerinnung hemmendes Salz enthalten ist. Ist das Tier sehr geschwächt, so bindet man es los, wobei die Extremitäten passiv bewegt und der Bauch massiert wird. Bei Herzstillstand kann durch Herzmassage die Tätigkeit noch eine Zeit lang aufrecht erhalten werden. Hat das Herz zu schlagen aufgehört, so wird die Infusion mit einer Flüssigkeit fortgesetzt, welche 0,9 % NaCl und etwas Ammonoxalat enthält. Der Infusionsweg wird so geändert, daß die NaCl-Lösung von 1–1 1/2 m Höhe in die distal und zentral eingebundene Kanüle der Carotis gleichzeitig einströmt. Die Waschflüssigkeit wird durch die Vene jugularis und durch einen zirka 40 cm langen in das rechte Herz eingeführten Katheter gesammelt. Die Spülung wird so lange fortgesetzt, bis die Flüssigkeit farblos zurückfließt. Der so gewonnenen Flüssigkeit kann man etwas Soda zusetzen. Die durch Gaze filtrierte Flüssigkeit wird abgemessen und als Probe I untersucht. Bei der Ausspülung hat sich die Anwendung der künstlichen Atmung bewährt. Plesch bedient sich dabei des Maaßsechen Apparates. Die schon farblos zurückfließende Spülflüssigkeit wird nach dem Einleiten der künstlichen Atmung wieder blutig, es ist durch dieses Hilfsmittel noch ein beträchtlicher Teil auszuspülen, der sonst nur durch Auslaugen zu gewinnen ist. Ist die Ausspülung beendigt, so wird das Fell des Tieres abgezogen. Es ist dabei darauf zu achten, daß die Hautgefäße nicht mit abpräpariert werden. Dann wird die Haut in Wasser ausgelaugt. Die Muskeln werden von den Knochen abgetrennt und mit den Organen zusammen zerschnitten und fein gewiegt. Die Galle, der Harnblaseninhalt, die Augen, der Darmkot, das Hirn und Rückenmark müssen fortgeworfen werden, da sie die kolorimetrische Bestimmung erschweren bezw. fälschen können. Die zerstückelte Masse kommt in einen Kübel Wasser und wird bei zeitweiligem Umrühren 24 Stunden stehen gelassen. Es ist zu empfehlen, dem Wasser ein desinfizierendes Mittel zuzusetzen, das aber das Hämaglobin nicht schädigen darf, z. B. das Toluol. Am andern Tage wird das Wasser abfiltriert und die Masse erst mit der Hand ausgepreßt, dann mit Quarzsand verrieben und unter Druck von 300 Atmosphären mit der Büchner-schen Presse ausgepießt. Die bei dieser Etappe des Verfahrens gewonnene Flüssigkeit wird wiederum genau abgemessen und wird als Portion II untersucht. Das von Muskeln, Gehirn, Rückenmark und Augen befreite Knochenskelett wird zerkleinert, in einem Mörser zerstampft und in Wasser stehen gelassen. Nach 24 Stunden wird das Wasser abgegossen, die zurückgebliebene Masse ebenfalls mit Quarzsand verrieben und mit der Buchnersehen Presse ausgepreßt. Die so gewonnene Flüssigkeit wird als Portion III untersucht. Für die kolorimetrische Bestimmung ist es unbedingt notwendig, daß die Flüssigkeit klar ist. Schon geringe Trübungen können große Fehler geben und dies um so mehr, weil der Fehler, der bei der Bestimmung einer kleinen Probe entsteht, multipliziert wird. Das Klären der Flüssigkeit ist das schwierigste bei dem ganzen Verfahren. Die Portion I wird meist einer besonderen Klärung nicht bedürfen, um so mehr die Portion II und III infolge der Beimischung von Fett, Marksubstanz, Bakterien usw. Hans Meyer empfiehlt zur Klärung der Flüssigkeit Bariumchlorid und Natriumsulfat hinzuzusetzen und zu zentrifugieren. Plesch konnte damit keine klare Flüssigkeit gewinnen und empfiehlt statt dem Vergleichsblut wie der Spülflüssigkeit etwas Ammoniak hinzuzusetzen und zu filtrieren. Die durch den Ammoniakzusatz erzeugte Farb-änderung ist nach P. in der Standardlösung und Vergleichsflüssigkeit gleich resp. dem Blutgehalt proportional. Den Hb-Gehalt der Lösungen stellt P. mit seinem Chromo-photometer (s. Seite 128) fest.Google Scholar
  30. 1).
    Aus diesem Grunde erscheint die von L. Nelson (Arch. f. exp. Path. u. Ther. Bd. 60) vorgeschlagene und an Kaninchen angewandte Methode, bei der als Infusionsflüssigkeit Blutserum verwendet wird, entschieden zweckmäßig.Google Scholar
  31. 2).
    Handb. d. bioch. Arbeitsmeth., hersg. v. Abderhalden, Bd. 3, S. 752.Google Scholar
  32. 1).
    Die Karminlösung wird folgendermaßen hergestellt: Man verreibt 1 g Karmin in einer .Reibschale mit einigen Tropfen Ammoniak und löst es dann in 100 ccm Glyzerin. Damit erhält man eine haltbare Stammlösung, von der zum Gebrauch eine 1 proz. wässerige Lösung hergestellt wird, die nicht haltbar ist. 6 ccm dieser Lösung sollen zu 5 ccm einer 1 proz. Lösung von Ochsenblut hinzugefügt genau die gleiche Farbe geben wie die völlig mit CO gesättigte 1 proz. Blutlösung.Google Scholar
  33. 1).
    Plesch hat außerdem eine absorptiometrische Methode zur Bestimmung des Kohlen-oxydgehaltes des Blutes angegeben. Sie ist beschrieben in den „Hämodynamischen Studien” von Plesch.Google Scholar
  34. 2).
    Firma Bleckmann & Burger. Berlin N, Auguststraße 3 a.Google Scholar
  35. 1).
    Entnommen der Arbeit von Zuntz und Plesch.Google Scholar
  36. 1).
    Die für die Behringsche Blutmengenbestimmung erforderlichen Utensilien usw. werden von der Firma O. Kobe-Marburg a. L. zu diesem Zweck geliefert.Google Scholar
  37. 1).
    Der Apparat wird hergestellt von der Firma E. E. Büchi, Bern, Spitalgasse 34.Google Scholar
  38. 2).
    Heß hat außerdem einen Laboratoriumsapparat konstruiert, der zum Konstanterhalten der Temperatur mit einem Wassermantel versehen ist.Google Scholar
  39. 1).
    In jüngster Zeit hat Heß für Serumuntersuehungen ein besonderes Viskosimeter konstruiert, das eine genauere Ablesung der 2. Dezimale erlaubt (Firma Büchi, Bern).Google Scholar
  40. 1).
    Zugleich ermöglicht der Wasserzusatz das Studium des Einflusses wasserlöslicher Stoffe auf die Blutgerinnung.Google Scholar
  41. 1).
    Um geringste Spuren gelösten Hämoglobins bei diesen und den folgenden Methoden nachzuweisen, kann man sich des Spektroskops bedienen.Google Scholar
  42. 1).
    Dieser sehr berechtigte Wunsch nach Einheitlichkeit der Methodik der Resistenzbestimmungen sollte sich vor allem auch auf die Zeitdauer des einzelnen Versuchs beziehen. In dieser Hinsicht verfahren die einzelnen Untersucher ganz verschieden.Google Scholar
  43. 1).
    Roth bringt in je I Reagenzglas 0,01, 0,02, 0,03 bis 2,0 mgr. Saponin + physiol. NaCl-Lösung ad 6 cc und dazu je 0,1 cc Blut bezw. 0,1 der 100% der Blutkörperchenaufschwemmung, läßt 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen und zentrifugiert.Google Scholar
  44. 1).
    Hergestellt vom Optiker Büchi, Bern.Google Scholar
  45. 1).
    Die exakte chemische Methode zur Bestimmung der Menge des Plasmas und der Blutkörperchen, die von Hoppe — Se yler (Handbuch d. physiol. u. patholog. chem. Analyse) angegeben wurde, ist für klinische Untersuchungen zu kompliziert und zeitraubend.Google Scholar
  46. 1).
    Zusammenfassende Darstellung von E. Reiß und Literatur in Ergebnisse der inneren Med. u. Kinderheilk. Bd. 10, 1913.Google Scholar
  47. 1).
    Die Tabelle ist der mehrfach erwähnten Arbeit von E. Reiss (Ergebn. d. inn. Med. Bd. X) entnommen.Google Scholar
  48. 1).
    Die vorstehenden Spektrophotogramme (Abb. 121 bis 128) sind der Arbeit von Rost, Franz und Heise über Photographie der Blutspektren (Arbeiten a. d. Kaiserl. Gesundheitsamt Bd. XXXII, Verlag Springer) entnommen.Google Scholar
  49. 1).
    Von den Abkömmlingen des Hämoglobin, die sehr ähnliehe zweistreifige Spektren liefern, sind zu nennen: Oxyhämoglobin, Kohlenoxydhämoglobin, Stickoxydhämoglobin, alkalisches Methämoglobin, Kohlenoxydhämochromogen und Zyanhämochromogen; diejenigen mit einem Streifen: reduziertes Hämoglobin, Zyanhämoglobin und Zyanhämatin; mit 4 Streifen: neutrales und schwachsaures Methämoglobin, saures Hämatin in alkoholischer und ätherischer Lösung und alkalisches Hämatoporphyrin (Bürker).Google Scholar
  50. 2).
    Von großer praktischer Bedeutung ist ferner die Tatsache, daß während manche Hb-Derivate bei einer bestimmten starken Verdünnung kein charakteristisches Spektrum mehr liefern, andere aus ihnen dargestellte Verbindungen bei der gleichen Konzentration noch leicht erkennbare spektrale Eigenschaften zeigen. Vor allem gilt dies für das Hämo-chromogen, das noch mit Sicherheit spektralanalytisch in Verdünnungen nachweisbar ist, bei denen der schwache Streifen des alkalischen Hämatins längst verschwunden ist.Google Scholar
  51. 3).
    Man löst etwa 1 g Ferrosulfat und 15,0 Weinsäure in 15 ccm Aqua dest. und macht mit Ammoniak die Lösung alkalisch, sie ist dunkelgrün gefärbt. Man muß sie stets frisch bereiten. Als Reagens dienen 5 Tropfen der Lösung in 10 ccm Aqua dest,Google Scholar
  52. 1).
    Wie Bürker (Kongreß f. inn. Med. 1912) mitteilte, ist es Stoll gelungen, durch Anwendung des an violetten und ultravioletten Strahlen reichen Eisenlichtes (Bogenlampe mit Eisenstäben statt Kohlenstäben) mit Hilfe des Vergleichsspektroskops von Bürker Hämoglobin noch in einer Verdünnung von 1 : 60 000 nachzuweisen.Google Scholar
  53. 1).
    Firma Zeiss (Jena), Schmidt & Haensch (Berlin SO, Prinzessinnenstraße), A. Krüss (Hamburg, Adolphsbrücke 7),Google Scholar
  54. 1).
    Die bei besonders genauen Untersuchungen angewendete sog. Präzisions kryoskopie, die eine kompliziertere Apparatur und eine größere Flüssigkeitsmenge erfordert, kommt für die hier zu besprechenden Bestimmungen im allgemeinen nicht in Betracht. Vgl. darüber Hamburger: Osmot. Druck und Ionenlehre und v. Koranyi — Richter: Physikalische Chemie u. Medizin.Google Scholar
  55. 1).
    Anwendung von schneeförmiger Kohlensäure (Schlagintweit) oder Äther (Roethlisberger) ist für die Blutkryoskopie wegen der evtl. zu starken Unterkühlung nicht zu empfehlen.Google Scholar
  56. 2).
    Vgl. hierzu die Arbeiten von Friedenthal im Zentralbl. f. Physiol. Bd. XIII und XIV.Google Scholar
  57. 1).
    Man kann das Blut direkt in das Gefrierrohr einfließen lassen und es mit dem Rührer defibrinieren. Geronnenes Blut nach Zerkleinerung zur Gefrierbestimmung zu benutzen ist bedenklich, da Ungleichheiten der Temperatur in den einzelnen Teilen der Gerinnselmasse kaum zu vermeiden sind.Google Scholar
  58. 1).
    Es ist natürlich nicht angängig, wenn eine zu geringe Serum- bzw. Blutmenge zur Kryoskopie zur Verfügung steht, dieselbe .mit einem bestimmten Quantum destillierten Wassers zu verdünnen und etwa unter Berücksichtigung der Verdünnung den wirklichen Wert von ∂ berechnen zu wollen, da mit zunehmender Verdünnung die Dissoziation der im Serum enthaltenen Elektrolyte wächst, wodurch, wie in der Einleitung (S. 228) gezeigt wurde, der osmotische Druck in unberechenbarer Weise zunimmt.Google Scholar
  59. 1).
    Zitiert nach Hamburger 1. c.Google Scholar
  60. 1).
    Vgl. die Bemerkungen über die Bestimmung der Eeaktion an entgastem Blut S. 273.Google Scholar
  61. 1).
    Z. B. eine einfach normale HCl-Lösrmg.Google Scholar
  62. 1).
    Ist die Platinelektrode durch falsche Schaltung einer anodischen Polarisation unterworfen worden, so ist sie zunächst nicht zu verwenden und muß erst etwas längere Zeit kathodisch polarisiert werden, bis sie wieder brauchbar wird.Google Scholar
  63. 1).
    Hat sich dennoch Schaum gebildet, so braucht man nicht deshalb die Elektrode neu zu füllen, weil Fehler durch denselben nicht entstehen.Google Scholar
  64. 1).
    In derartigen Fällen kann man durch Isolieren des Elektrometers durch einen Paraffinblock, auf den man es stellt, versuchen, die vagabundierenden Ströme auszuschalten. Man kann auch in anderer Weise diesem Übelstand begegnen, indem man den ganzen Apparat auf 2 Tischen aufstellt, die von gleicher Höhe sind und zwischen deren Platten ein geringer Zwischenraum gelassen ist. Stellt man auf dem einen Tisch den Akkumulator mit dem Rheostaten, sowie den Elektrometertaster, auf dem andern das Elektrometer und den ganzen Nebenstromkreis auf, so ist damit gleichzeitig der Vorteil gewonnen, daß das Elektrometer gegen die kleinen Erschütterungen geschützt ist, die evtl. beim Niederdrücken des Tasters entstehen.Google Scholar
  65. 1).
    Die erforderlichen Chemikalien liefert Kahlbaum-Berlin und F. Köhler-Leipzig.Google Scholar
  66. 1).
    Bei Kontrolluntersuchungen mit mehreren Kalomelelektroden dürfen die Resultate gegenüber der Standardazetatlösung nicht mehr als um 1 Millivolt differieren.Google Scholar
  67. 1).
    Schultz arbeitete mit folgenden Lösungen: HCl 1,257 normal, CH3COONa 1,0 normal, Ba(OH)2 0,395 normal, NH4C1 1,0 normal.Google Scholar
  68. 1).
    Bezüglich der Petterson- Haidaneschen Methode vgl. Abderhalden, Handb. d. biochem. Arbeitsmeth. Bd. III, 1, S. 587.Google Scholar
  69. 2).
    Zu beziehen durch die Vereinigten Fabriken für Laboratoriumsbedarf, Berlin .N.Google Scholar
  70. 1).
    Der absolute Wert der Höhe der obersten Kalibrierzone ist die Höhe, die die Zone haben würde, um das gesamte, auch in den Kapillaren enthaltene Volumen bei gleichem Grundkreise zu fassen ; in den folgenden Zonen ist es die Höhe, die das Rohr haben müßte, wenn sein Querschnitt überall genau gleich dem Grundkreise der betreffenden Zone wäre.Google Scholar
  71. 1).
    Da der Kaliberwert der Blutkugel 2 einschließlich der Kapillare C für eine mittlere Temperatur von etwa 15° bestimmt ist, nicht dagegen für Körpertemperatur, so ist bei Anwendung von körperwarmem Blut eine entsprechende Korrektur vorzunehmen. Die mit Millimeterteilung versehene Kapillare C wird vorher mit Quecksilber pro Zentimeter aus-kalibriert. Alsdann wird die Kugel 2 samt der Kapillare mit körperwarmem Blut gefüllt. das ganze in 38 ° warmes Wasser gesetzt und nun während des Sinkens der Wassertemperatur die Kontraktion der Blutsäule in C verfolgt. An der Hand der Kaliberwerte läßt sich eine den verschiedenen Temperaturgraden entsprechende Kurve anlegen.Google Scholar
  72. 1).
    Jedoch ist die Dunkelfärbung des Blutes, wenn sie in geringem Maß vorhanden ist, nicht ohne weiteres als ein Beweis für die Sauerstoffzehrung anzusehen; sie kann auch eine Folge der Volumenänderung der Erythrozyten infolge Kohlensäurewirkung sein (Loeber).Google Scholar
  73. 1).
    Bei der Untersuchung der O2-Zehrung der Erythrozyten kommt diejenige der Blutplättchen als etwaige Fehlerquelle nicht in Betracht, da die Plättchen durch das Defi-brinieren beseitigt werden.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1921

Authors and Affiliations

  • A. v. Domarus
    • 1
  1. 1.Inneren AbteilungAuguste Victoria-KrankenhausesBerlin-WeissenseeDeutschland

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