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Die Korrektur des nach Hatcher und Brody fehlerhaft gemessenen Optimaltiters kardiotoner Steroide. Bestimmung des molaren Optimaltiters bei langer Überlebenszeit / The Correction of the Hatcher-Brody Titer of Cardiotonic Steroids. Estimation of the Molar Optimal Titer at Long Survival Time

  • G. Vogel
Chapter

Zusammenfassung

Da bei der Titration von Katzen mit kardiotonen Steroiden bzw. glykosidhaltigen galenischen Präparationen nach der Methode von Hatcher u. Brody in der Modifikation von De Lind van Wijngaarden, die derzeit allgemein gebräuchlich ist (Überlebenszeit 30–55 min), die Möglichkeit der Übertitration — besonders mit Glykosiden eines langsamen Wirkungseintrittes — nicht auszuschließen ist, wurden die Titer der nachstehend angeführten Herzglykoside bei kurzer Überlebenszeit (ca. 40 min), mittlerer Überlebenszeit (ca. 90 min) und langer Überlebenszeit (120–180 min) gemessen: k-Strophanthin, Thevetin, Scillaren A, g-Strophanthin, Convallatoxin, Desacetyl-Lanatosid C, Lanatosid C, Digoxin, Cymarin, Oleandrin, Digitoxin. Das an insgesamt 227 Katzen erarbeitete Ergebnis läßt sich wie folgt zusammenfassen: Je apolarer die kardiotonen Steroide sind, um so mehr werden die Tiere bei mittleren und vor allem kurzen Überlebenszeiten übertitriert. Die polaren Glykoside, mit der Ausnahme des Thevetins, zeigen entweder keine Abhängigkeit des Titers von der Überlebenszeit, bzw. ist das Ausmaß der Übertitration bei kurzer Überlebenszeit gering. Die Übertitration bei kurzer Überlebenszeit ist für Oleandrin und Digitoxin am größten. Als Ausnahme verhält sich das apolare Glykosid Cymarin wie ein polares.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • G. Vogel
    • 1
  1. 1.Biologisches Institut MadausKöln-MerheimDeutschland

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