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Thallium und Brenzcatechinaminstoffwechsel / Thallium and Catecholamine Metabolism

  • K. Starke
  • A. Burger
  • H. J. Schümann
Chapter

Zusammenfassung

Bei der Thalliumvergiftung des Menschen kommt es nach Bock et al. [1] zu Hypertonie, Tachykardie und erhöhter Ausscheidung von Noradrenalin, Adrenalin und 3-Methoxy-4-hydroxymandelsäure im Harn. Wir untersuchten, ob bei Ratten ähnliche Symptome auftreten. Die LD50 betrug 13, 2 (Konfidenzbereich 11, 5–15, 2) mg/kg Thallium. Nach einmaliger Injektion von 10 mg/kg Thallium als Thallium(I)-sulfat fanden wir innerhalb von 21 Tagen weder Blutdrucksteigerung noch gesteigerte renale Brenzcatechinaminexkretion oder Veränderungen des Amingehaltes von Herz, Gehirn und Nebennieren. Während wiederholter Injektionen von 2, 5 mg/kg dagegen stieg die Noradrenalinausscheidung im Mittel von 71 auf 93 ng/mg Kreatinin signifikant an. Bei einmaliger wie wiederholter Gabe nahm das tägliche Harnvolumen auf das Doppelte zu.

Literatur

  1. 1.
    Bock, K.D., P. Merguet, G. Schley, H.J. Schümann, J.G. Rausch-Steoomann, V. Hocevar, E. Schröder u. T. Murata: Dtsch. med. Wschr. 93, 2119 (1968).PubMedCrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • K. Starke
    • 1
  • A. Burger
  • H. J. Schümann
  1. 1.Pharmakologisches Institut Klinikum EssenRuhr-UniversitätEssenDeutschland

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