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Über die Haftfestigkeit des Glykosidmoleküls an der spezifischen Bindungsstelle / The Fixation of the Cardiac Glycoside Molecule to Specific Binding Sites

  • H. Lüllmann
  • P. A. Van Zwieten
Chapter

Zusammenfassung

Verschiedene Methoden, die sich mit der cellulären Lokalisation der Herzglykosidwirkung befassen, setzen eine feste Bindung des Wirkstoffmoleküls an die spezifische Wirkstelle voraus. Zu diesen neuerdings angewandten Methoden gehören die elektronenoptische Autoradiographie und die Differentialzentrifugierung des homogenisierten Herzmuskels. Da unseres Wissens die Dissoziationsgeschwindigkeit des „Herzglykosid-Receptor-Komplexes“ bisher nicht systematisch untersucht ist, führten wir folgende Experimente durch, um Aufschluß über die Bindungsfestigkeit dieses Komplexes zu erhalten: 1. Hemmung der Na-K-aktivierbaren, membrangebundenen ATPase der Erythrocyten durch Herzglykoside und Prüfung der Reaktivierungsgeschwindigkeit durch einfache Verdünnung des Hemmstoff-Enzym-Komplexes. Innerhalb der durch die Meßmethodik bedingten Zeit von einigen Minuten tritt bereits eine völlige Dissoziation des Glykosid-ATPase-Komplexes ein. 2. Messung der Geschwindigkeit, mit der ein positiv inotroper Effekt (Vorhofgewebe von Meerschweinchen) nach Entfernung des Herzglykosids aus der Badflüssigkeit zurückgeht. Die t 1/2 dieses Prozesses liegt bei ca. 2, 5 min und entspricht etwa der Diffusionsgeschwindigkeit aus dem Extracellulärraum heraus. Im Gegensatz dazu werden die cellulär gebundenen 3H-Glykosidmoleküle erheblich langsamer abgegeben.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • H. Lüllmann
    • 1
  • P. A. Van Zwieten
  1. 1.Institut für PharmakologieKielDeutschland

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