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Über einen durch Nicotinreceptoren vermittelten Block an der post-ganglionären sympathischen Nervenfaser / A Nicotinic Block at the Postganglionic Sympathetic Nerve Fibre

  • K. Löffelholz
  • E. Muscholl
Chapter

Zusammenfassung

Isolierte Kaninchenherzen wurden mit Tyrodelösung perfundiert. Das von den Herzen in das Perfusat abgegebene Noradrenalin (NA) wurde fluorimetrisch bestimmt. Nicotin, Dimethylphenylpiperazin (DMPP) oder Acetylcholin (ACh) bewirken nur eine initiale, vorübergehende NA-Abgabe trotz konstanter Infusion. Dies kann auf die Entstehung eines „nicotinartigen Blocks“ an der postganglionären sympathischen Nervenfaser zurückgeführt werden, denn 2 min lange Vorperfusion mit niedrigen Nicotin- bzw. ACh-Konzentrationen verhindert die NA-Abgabe durch höhere Konzentrationen nicotinartig wirkender Substanzen. Wenn Hexa-methonium 10 sec nach Beginn einer ACh-Infusion der Perfusionslösung zugesetzt wird, ist schon keine hemmende Hexamethoniumwirkung auf die NA-Abgabe mehr vorhanden. Nach früheren Versuchen steigert Atropin die NA-Abgabe durch ACh, indem ein „muscarinartiger“ inhibitorischer Mechanismus ausgeschaltet wird. Wenn Atropin 5 sec nach Beginn einer ACh-Infusion der Perfusionslösung zugesetzt wird, kommt die steigernde Wirkung nicht mehr zustande. Der nicotinartige Block beruht nicht auf einer elektrischen Unerregbarkeit der postganglionären sympathischen Nervenfaser, denn die NA-Abgabe durch elektrische Reizung der sympathischen Nerven des isolierten Kaninchenherzens ist ungehemmt.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • K. Löffelholz
    • 1
  • E. Muscholl
  1. 1.Pharmakologisches Institut der UniversitätMainzDeutschland

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