Advertisement

Die enterale Sekretion kardiotoner Steroide — Untersuchungen zum Mechanismus des Resorptionsvorganges / The Intestinal Secretion of Cardiotonic Steroids—Investigations on the Absorption Mechanism

  • F. Lauterbach
Chapter

Zusammenfassung

Nach Vorbeladung mit Digoxin und Convallatoxol von der Blutseite gibt die isolierte Mucosa des Meerschweinchens die Glykoside vornehmlich nach der Lumenseite ab [1]. Die daraus zu folgende Existenz eines Sekretionsmechanismus für kardiotone Steroide wurde durch Versuche in vivo verifiziert. Bei Unterbindung der Gallengänge und Nierenstiele wird nach i.v. Injektion von 0, 11 nMol Digoxin-H3/g Körpergewicht ein über mehrere Stunden fast konstanter Blutspiegel erzielt. Die Konzentration in einer gleichzeitig im Kreislauf perfundierten Dünndarmschlinge steigt dagegen kontinuierlich an und übersteigt den Blutspiegel nach 3–4 Std um das 3–4 fache. Bei Instillation von 1 ml Flüssigkeit in eine abgebundene Dünndarmschlinge läßt sich eine Konzentrierung von i.v. appliziertem Digoxin-H4 und Convallatoxol-H4 im Darmlumen gegenüber dem Blut bei Ratte und Meerschweinchen bis zum 17 fachen (Mrs., Digoxin, 180 min) nachweisen. Der Transportmechanismus für kardiotone Steroide [2, 3] ist demnach primär ein Sekretionsmechanismus.

Literatur

  1. 1.
    Lauterbaoh, F.: Naunyn-Schmiedebergs Arch. Pharmak. exp. Path., 263, 26 (1969)CrossRefGoogle Scholar
  2. 2.
    — Naunyn-Schmiedebergs Arch. Pharmak. exp. Path. 257, 432 (1967).CrossRefGoogle Scholar
  3. 3.
    — Biochim. biophys. Acta (Amst.) 150, 146 (1968).Google Scholar
  4. 4.
    Wilbrandt, W., and Th. Rosenberg: Pharmacol. Rev. 13, 109 (1961).PubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • F. Lauterbach
    • 1
  1. 1.Biologisches Institut MadausKöln-MerheimDeutschland

Personalised recommendations