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Interferenz von Diazepam und Pentobarbital an der Batte und am Menschen / Interference of Diazepam and Pentobarbital in the Rat and in Man

  • F. Heubel
Chapter

Zusammenfassung

Erwartungsgemäß stieg die Schlafzeit von Ratten, die 40 mg Pentobarbital pro Kilogramm i.p. erhielten, auf 186% an, wenn man ihnen 30 min vor der Pentobarbitalnarkose 8, 5 mg Diazepam pro Kilogramm i.p. injizierte. Die schlafzeitverlängernde Wirkung kehrte sich jedoch um, wenn Pentobarbital in eine bereits laufende Diazepambehandlungsphase hineingegeben wurde. Nach 3 Tagen Vorbehandlung mit 25, 6 mg Diazepam pro Kilogramm und gleicher Pentobarbitaldosis betrug die Schlafzeit 62%. Verglichen wir diese wahrscheinlich induktive Wirkung des Diazepams mit der von Phenobarbital, so fanden wir, daß bei hoher Dosis das Phenobarbital, bei niedriger Dosis (0, 15 bzw. 0, 11 mg/kg) dagegen das Diazepam die stärkere Wirkung hatte. Der Schlafzeitverkürzung entsprechend verlief der Pentobarbitalserumspiegel der Ratte erniedrigt, wenn die Tiere diazepam-vorbehandelt waren. Die Erniedrigung des Pentobarbitalserumspiegels Heß sich auch am Menschen nachweisen: acht Versuchspersonen, von denen jede als ihre eigene Kontrolle diente, erhielten über 9 Tage allabendlich 5–10 mg Diazepam. Die mittleren Spiegelwerte der Versuche nach Vorbehandlung lagen signifikant unter den mittleren Spiegelwerten der Kontrollversuche (5 mg Pentobarbital pro Kilogramm i.v. innerhalb von 5 min). Das relative Lebergewicht von Ratten wurde durch die Vorbehandlung signifikant erhöht, und zwar bei 25, 6 mg Diazepam pro Kilogramm auf 115%, bei 20 mg Phenobarbital pro Kilogramm auf 112% (3 Tage Behandlung).

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • F. Heubel
    • 1
  1. 1.Institut für Pharmakologie und Toxikologie der UniversitätMarburg a.d.L.Deutschland

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