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Vergleichende Untersuchungen am Meerschweinchen über die Serumradioaktivität, die Ausscheidung und die Gewebsverteilung von 3H-Digitoxin und 3H-Digitoxigenin / Comparative Studies in the Guinea-Pig on Serum Radioactivity, Excretion and Tissue Distribution of 3H-Digitoxin and 3H-Digitoxigenin

  • J. Gadke
  • P. A. van Zwieten
Chapter

Zusammenfassung

Digitoxin und Digitoxigenin verhalten sich pharmakologisch in vivo recht unterschiedlich. Es sollte mit den vorliegenden Versuchen geklärt werden, inwieweit extrakardiale Faktoren wie Serumkonzentration, Ausscheidung und Gewebsverteilung im intakten Versuchstier diesen Unterschied erklären. Nach i.v. Gabe von 3H-Digitoxin an Meerschweinchen in nichttoxischer Dosierung nahm die Serumradioaktivität mit 3 Zeitkonstanten ab (Halbwertzeiten 6, 13 und 177 min). Der Abfall der Serumradioaktivität nach Gabe von 3H-Digitoxigenin verhielt sich ähnlich. 3H-Digitoxin bzw. seine Metabolite werden stärker über die Leber, 3H-Digitoxigenin und seine Abbauprodukte stärker über die Niere ausgeschieden. Innerhalb der Versuchszeit wurde 3H-Digitoxigenin vollständig metabolisch abgebaut, 3H-Digitoxin jedoch nur zum Teil. Von den Organen enthielten Niere und Leber 60 min nach der Injektion die größte Menge des radioaktiven Materials. Im Herzen und in der Skeletmuskulatur reicherten sich 3H-Digitoxin und seine Metabolite stärker als das 3H-Digitoxigenin und seine Abbauprodukte an. Eine besondere Affinität des 3H-Digitoxin und weniger noch des 3H-Digitoxigenin für den Herzmuskel scheint nicht vorzuliegen. Die schnellere Abnahme der Serumkonzentration und vor allem der intensivere metabolische Abbau des Digitoxigenin verursachen wahrscheinlich die flüchtigere Wirkung des Genin in vivo.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • J. Gadke
  • P. A. van Zwieten
    • 1
  1. 1.Institut für PharmakologieKielDeutschland

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