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Untersuchungen über die Verteilung von wäßrigen Aerosolen im Atemtrakt der Ratte / Studies on the Distribution of Aqueous Aerosols in the Respiratory Tract of the Rat

  • L. Miksche
  • K. Saupp
Chapter

Zusammenfassung

Männliche Wistar-Ratten im Gewicht von 230–270 g wurden in einer Versuchskammer nach Eichler et al. [1] 10, 30 oder 60 min lang einem wäßrigen Aerosol von 131J-Albumin ausgesetzt. Das Aerosol wurde mit einem Vernebler nach Palmer u. Kingsbuey [2] erzeugt. Die Wirkstoffkonzentration des Aerosols betrug 116 nCi 131J/1. Unmittelbar nach Versuchsende wurden die Tiere getötet. Der Atemtrakt wurde vom Larynx an in toto entnommen und in folgende Präparate aufgeteilt: Larynx, Trachea I, Trachea II, Bifurkation plus Stammbronchien, linke Lunge, rechte obere Lunge, rechte untere Lunge. Bei allen drei Expositionszeiten fand sich im bifurkationsnahen Abschnitt der Trachea (Trachea II) und in der „Bifurkation“ eine signifikant höhere Konzentration an Radio-Jod als im larynxnahen Trachealteil. In den Lungen zeigte sich bei gleichmäßiger Verteilung eine stärkere Anreicherung des Aerosols als in den Atemwegen. Durch einmalige i.m. Gabe von 0,5 mg Atropin 1 Std vor Versuchsbeginn oder durch Anlegen einer kompletten Oesophagusfistel wurden die Verteilungsunterschiede in der Trachea nicht beeinflußt. Die Gesamtaktivität im Atemtrakt verdreifachte sich bei Verlängerung der Inhalationsdauer von 10 auf 60 min. Es fanden sich im Atemtrakt nach 10 min Aerosoleinwirkung 8,3%, nach 30 min 5% und nach 60 min 4,5% der maximal möglichen Aktivitätsmenge.

Literatur

  1. 1.
    Eichleb, O., M. Höbel, D. Maroske, K. Wegener u. H.J. Lauer: Z. biol. Aerosol-Forsch. 13, 526 (1967).Google Scholar
  2. 2.
    Palmer, F., and S.S. Kingsbtjry: Amer. J. Phann. 124, 112 (1952).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • L. Miksche
    • 1
  • K. Saupp
  1. 1.Pharmakologisches Institut der UniversitätHeidelbergDeutschland

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