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Spinale Wirkungen von Apamin / Spinal Effects of Apamine

  • H.-H. Wellhöner
Chapter

Zusammenfassung

Bei der Auftrennung des Bienengiftes in seine Komponenten erhielten Habermann u. Mitarb. [1, 2] unter anderem ein Polypeptid mit stark zentral erregender Wirkung, das Apamin. Aus dem Vergiftungsbild gewannen die Autoren den Eindruck, daß Apamin neben supraspinalen auch spinale Angriffspunkte haben könne. Die Objektivierung solcher Angriffspunkte an hoch und tief spinalisierten Katzen war Gegenstand der vorgetragenen Untersuchungen. 15 min nach i.v. Injektion von 0,5 mg/kg Apamin lassen sich spinale Wirkungen nachweisen, die über Stunden bestehen bleiben, wobei der arterielle Druck im Vergleich zum Ausgangswert entweder unverändert bleibt oder nur vorübergehend ansteigt. Die Leitungsgeschwindigkeit in peripheren Nerven bleibt für Axone aller Gruppen unverändert. Der monosynaptische Extensorreflex wird im Mittel erheblich stärker, wobei gleichzeitig die Streuung der Amplitudenmaxima aus einer Serie konsekutiv ausgelöster Reflexpotentiale zunimmt. Der monosynaptische Flexorreflex verhält sich bei den einzelnen Tieren uneinheitlich. Außerordentlich stark wächst die durch Reizung von Flexorreflexafferenzen ausgelöste polysynaptische Reflexantwort. Die präsynaptisch inhibierende Wirkung einer Reizung des N. biceps post. + semitendin. auf einen nachfolgenden Gastrocnemiusreflex nimmt unter Apamin mäßig ab, obwohl das Dorsalwurzelpotential leicht zunimmt.

Literatur

  1. 1.
    Habermann, E.: Proc. II. Intern. Pharmacol. Meet. Prague 1963, Vol. 9, p. 53. Oxford: Pergamon Press 1965.Google Scholar
  2. 2.
    —, u. K.G. Reiz: Biochem. Z. 341, 451 (1965).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • H.-H. Wellhöner
    • 1
  1. 1.Max-Planck-Institut für experimentelle MedizinGöttingenDeutschland

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