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Elektrophysiologische Versuche zur Wirkung von Tetrodotoxin am Herzen / Electro-Physiological Studies of the Action of Tetrodotoxin on the Heart

  • H. Scholz
  • H. Reuter
Chapter

Zusammenfassung

An isolierten Trabekeln aus Schafs- und Kalbsherzen werden Membranpotential und Kontraktion gleichzeitig gemessen. In Konzentrationen unter 10−6 g/ml zeigt Tetrodotoxin (TTX) keine Wirkung. Zwischen 10−6 und 5 · 10 −6 g/ml TTX kommt es bei unverändertem Ruhepotential und unveränderter Plateauhöhe zu einer Abnahme von Aktionspotentialdauer, Umkehrpotential und Depolarisationsgeschwindigkeit. Auch die Kontraktionsamplitude nimmt etwas ab. Erst bei 10−5 bis 2 · 10−5 g/ml TTX lassen sich keine Aktionspotentiale mehr auslösen. — In Gegenwart von 10−5–2 · 10−5 g/ml TTX läßt sich das Membranpotential mit Hilfe einer Saccharosetrennwand auch in Tyrodelösung schrittweise depolarisieren. Dabei verläuft die Depolarisation der Membran in zwei unterschiedlich schnellen Phasen. Die zweite, schnellere Phase der Depolarisation beginnt bei einem Membranpotential von — 60 bis — 50 mV, bei dem auch die Kontraktion ausgelöst wird. Die zweistufige Depolarisation in Tyrodelösung + TTX gleicht in Verlauf und Höhe der Potentialänderung, die bei schrittweiser Depolarisation in Nafreier Badlösung zu beobachten ist [1]. Die zweite Depolarisationsstufe ist auch in Tyrodelösung + TTX abhängig von der extracellulären Ca-Konzentration. Sie ist in Ca-freier Lösung nicht zu beobachten; in Ca-haltigen Lösungen nehmen Anstiegssteilheit und Amplitude mit steigender Ca-Konzentration zu.

Literatur

  1. 1.
    Reuter, H., u. H. Scholz: Pflügers Arch. ges. Physiol. 300, 87 (1968).CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • H. Scholz
    • 1
  • H. Reuter
  1. 1.Pharmakologisches Institut der UniversitätMainzDeutschland

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