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Zusammenfassung

Ausgangspunkt der organisierten Krebsbekämpfung in der Schweiz war die Gründung der Schweizerischen Krebsliga, die 1910 erfolgte. Diese Vereinigung, die ursprünglich aus einer kleinen Gruppe von Medizinern und Laien bestand, innert Jahresfrist jedoch schon mehr als 400 Mitglieder gewann (heute umfaßt sie deren 5000), hatte sich in ihren Statuten weitgehende Aufgaben gestellt: Die Liga sollte die Erforschung und Bekämpfung der Krebskrankheit unterstützen, die Fürsorge für Krebskranke fördern und die Bevölkerung über das Wesen der Krankheit und speziell über die Notwendigkeit frühzeitiger Behandlung aufklären. Es ist klar, daß diesen Aufgaben anfänglich nur in beschränktem Ausmaße entsprochen werden konnte, nicht zuletzt auch deshalb, weil die notwendigen Mittel fehlten. Früh setzte zwar — durch Wanderausstellungen, Vorträge, Merkblätter und einen eigens geschaffenen, großen Krebsfilm — die Aufklärung der Bevölkerung ein; auch die Früherfassung der Tumoren, immer wieder in den öffentlichen Veranstaltungen der Liga verlangt, wurde gefördert, als — zuerst in Lausanne und Genf, später auch in der deutschen Schweiz — Kliniken und Spitäler regelmäßige Krebssprechstunden und Gratisuntersuchungen, vor allem für Frauen, einführten. Dagegen mußte die Krebsforschung zunächst weitgehend der privaten Initiative schweizerischer Forscher überlassen bleiben; erst vom Zeitpunkt an, wo größere Stiftungen und Legate, Bundessubventionen und Zuwendungen aus den Bundesfeierspenden sowie die 1955 eingeführte jährliche Kartenaktion die finanzielle Lage der Liga wesentlich verbesserten, konnten zahlreiche Arbeiten und Untersuchungen schweizerischer Krebsforscher subventioniert werden. Ebenso fehlten für eine wirksame Krebsfürsorge anfänglich die erforderlichen Mittel; auch diese Aufgabe fand erst mit der finanziellen Erstarkung der Liga ihre Erfüllung.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1967

Authors and Affiliations

  • F. Burckhardt

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