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Die Grundlagen des Hypothekengeschäftes: Zinsfuß und Bodenwert

  • W. D. Schwabacher
Chapter

Zusammenfassung

Der finanztechnische Grundgedanke der hiesigen Hypothekengeschäfte ist, wie schon oben erwähnt, einmal die hohe Verzinslichkeit, die sich dem hypothekarischen Darlehen an sich hier bietet, andererseits die durch Ausgabe von Obligationen in Europa ermöglichte Ausnutzung der Zinsspannung, die zwischen dem heimischen und dem argentinischen Geldmarkt besteht.

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Literatur

  1. 1).
    Aus diesem Grunde wurden die Zinssätze der Nationalen Hypotheken- bank schon oben kurz erwähnt.Google Scholar
  2. 2).
    Die Daten der Tabelle sind dem Hypothekenregister entnommen und von dem Chef der statistischen Abteilung des staatlichen Registre de la Propiedad, Herrn Augusto Ródas, in liebenswürdiger Weise mitgeteilt worden.Google Scholar
  3. 2).
    Um zu einem Urteil über diese Fragen zu gelangen, müssen die Bodenverhältnisse hier eingehend erörtert werden.Google Scholar
  4. 1).
    In den Gegenden schlechteren Bodens oder kalten Klimas bleibt die Rentabilität dadurch gewahrt, daß die geringere Ertragsfähigkeit durch entsprechend niedrigere Bodenpreise, die stellenweise bis auf wenige Pesos und darunter per ha hinuntergehen, ausgeglichen wird.Google Scholar
  5. 1).
    Da, wie später erörtert werden wird, die Bodenverhältnisse in der Stadt z. T. eine Widerspiegelung der auf dem Lande sind, so werden diese diesmal an zweiter Stelle behandelt werden.Google Scholar
  6. 2).
    Das Erwähnte ist natürlich nur ein Argument, warum die hohen Zinsen fortbestehen können. Bei der Untersuchung der T a t s a c he, daß sie sich auf einer so großen Höhe halten, kommt neben dem Umstande, daß die Landwirtschaft diese ertragen kann, auch der hinzu, daß in einem Lande, in dem der Boden den fast alleinigen Anlagewert bietet, einerseits eine allgemeine Immobilisierung der ins Land fließenden Gelder stattfindet, und daß andererseits der Geldgeber, der in einem Lande rascher Entwickelung nur ungern Kapital immobilisiert, sich diese Festlegung auf längere Zeit eben entsprechend bezahlen läßt.Google Scholar
  7. 1).
    In manchen Gegenden bekommt der Eigentümer sogar bis zu 50 0/0 der Ernte.Google Scholar
  8. 2).
    Aus der angezogenen Tabelle für die Jahre 1901–1906 ersehen wir, daß gerade die kleinen Besitzungen von 200–300 Hektar den größten Zuwachs aufweisen, und zwar in den drei am weitesten entwickelten Provinzen Buenos Aires, Santa Fé und Cordoba eine solche von 59,7, 91,3 bezw. 49,5 °/o. Diese Tatsache ist hauptsächlich auf den oben erörterten Prozeß zurückzuführen. Er stellt wirtschaftlich eine überaus gesunde Erscheinung dar, denn die Bevorzugung von Besitztümern gerade dieser Ausdehnung ist auf den Umstand zurückzuführen, daß sich hier die Möglichkeit bietet, ein Maximum an Reingewinn aus einer Bodenfläche zu ziehen, deren Ausdehnung zu der aufgewandten Arbeit und dem investierten Kapital in dem günstigsten Verhältnis steht, das sich in der Landwirtschaft bietet. Eine Familie von 4–5 Köpfen ist bei den klimatischen und Bodenverhältnissen Argentiniens imstande, ein solches Anwesen allein auszubeuten. ohne die Aufwendung von Arbeit und Unkosten, die in Ländern mit anderen Verhältnissen für eine erfolgreiche Kultur vonnöten sind.Google Scholar
  9. 1).
    Daß hier und da durch ein Gerücht, eine Bahn werde gebaut werden, Petroleum, sei gefunden worden u. a. m. eine plötzliche große Nachfrage nach Ländereien in einer Gegend stattfindet, und daß dann zu hohe Preise bezahlt werden, soll hierdurch keineswegs bestritten werden. Nach unseren Beobachtungen und den eingezogenen Informationen tritt indes diese Art der Bodenspekulation nur sporadisch auf.Google Scholar
  10. 2).
    Die argentinischen Fleischprodukte finden im Auslande heute fast ausschließlich in England einen Markt, und auch hier kollidieren sie mit den australischen Erzeugnissen.Google Scholar
  11. 1).
    Eine weitere Erörterung der argentinischen Viehzucht würde über den Rahmen dieses Aufsatzes hinausgehen und unterbleibt daher. Aus ähnlichen Gründen wird von der Besprechung der Quebracho-Waldungen und der Zuckerplantagen der Provinz Tucuman abgesehen. Auch auf eine Behandlung des hochrentablen Weinbaues in der Provinz Mendoza u. a. m. muß hier verzichtet werden, da sie zu sehr ins Einzelne führen würde.Google Scholar
  12. 1).
    Das gegenwärtige Netz umfaßt 23 000 km.Google Scholar
  13. 1).
    Von einer Rechtsunsicherheit kann in Buenos Aires bei dem Bestehen des „Registro de la Propiedad“ keine Rede sein.Google Scholar
  14. 2).
    Für Hypothekendarlehen in Gold werden etwas geringere Zinsen bezahlt.Google Scholar
  15. 1).
    Hieraus erklären sich die vielen zinslosen Hypotheken der Tabelle zu S. 11, die Sicherungshypotheken für diese Art von Geschäften sind.Google Scholar
  16. 2).
    Unter Umständen beträgt die von ihm monatlich zu zahlende Amortisationsquote nicht mehr oder gar weniger als die Miete, die er sonst zu zahlen hätte.Google Scholar
  17. 1).
    Auch sind hier für die älteren Jahrgänge die Valutaschwankungen zu berücksichtigen.Google Scholar
  18. 2).
    Die Freundlichkeit des Ministerialdirektors im Landwirtschaftsministerium, Herrn E. It a h i t t e, hat es indes ermöglicht, den Ursachen, die diese Schwankungen hervorgerufen haben, in einer Reihe von Fällen nachzugehen. Und wenn eine solche Betrachtung auch aus dem Rahmen dieses Aufsatzes fällt, so sind diese Ursachen und Wirkungen doch so interessant, daß wir uns berechtigt glaubten, die ermittelten statistischen Daten mit einigen Bemerkungen im Anhange beizufügen (s. S. 44%45).Google Scholar
  19. 3).
    Fast sämtliche Publikationen, die sich mit den Bodenwerten Argentiniens befassen, haben dies getan. Der Erfolg ist der, daß sämtliche Angaben voneinander abweichen. Der allgemein gültige Grundsatz, daß man bei der großen Verschiedenheit der Verhältnisse in den verschiedenen Gegenden nie einzelne Zahlen herausgreifen darf, ist in Argentinien in erhöhtem Maße zu beherzigen.Google Scholar

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1910

Authors and Affiliations

  • W. D. Schwabacher

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