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Zusammenfassung

Für die Wahl der Normaltemperatur 15° C. und für die Festsetzung der Dichte des reinen Wassers bei der gleichen Temperatur als Einheit der Dichte war der Umstand massgebend gewesen, dass bei der Einführung der Gewichtsalkoholometer in Deutschland im Jahre 1888 allgemein der Grundsatz aufgestellt wurde, für alle Aräometer gleichmässig, wie es die Wissenschaft verlangte, 15° C. als Normaltemperatur vorzuschreiben, damit der Vielheit der Normaltemperaturen ein Ende gemacht werde. Ferner sollte als Einheit der Dichte bei denjenigen Aräometern, welche die Dichte unmittelbar angeben, Wasser grösster Dichte dienen; dagegen sollte bei denjenigen Aräometern, welché Prozentgehalte anzeigen, also Dichten nur durch Vermittelung der Grädigkeit einer Mischung oder Lösung ermitteln lassen, Wasser von 15° C. als Einheit zu Grunde gelegt werden. Alle Fundamentalversuche sind daher auch in der Nähe von 15° C. ausgeführt worden. Mittlerweile ist aber in der Zeit zwischen der Ausführung der Versuche und der Drucklegung dieser Arbeit das Bedürfniss hervorgetreten, die Regelung der Saccharimetrie nicht nur vom einseitig deutschen Standpunkte aus in die Wege zu leiten, sondern die Frage ist zu einer internationalen ausgewachsen und bildete einen Theil des zu berathenden Programms des internationalen Chemikerkongresses zu Paris im Jahre 1896. Wenngleich eingehendere Beschlüsse noch nicht gefasst sind, so ist doch das allgemeine Programm angenommen und zunächst festgestellt, dass alle Dichteangaben, ganz unabhängig von der Art ihrer Ermittelung, auf Wasser grösster Dichte zu beziehen sind, und dass als Normaltemperaturen neben 15° C. auch 17,5° C. und 20° C. die gleiche Berechtigung haben sollen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1900

Authors and Affiliations

  • F. Plato

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