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Gesinterte Hochtemperaturwerkstoffe

  • R. Kieffer
  • F. Benesovsky

Zusammenfassung

Die bisherigen hochwarmfesten Legierungen dürften in Zukunft durch Sinterwerkstoffe, welche höhere Arbeitstemperaturen erlauben, ergänzt werden. Ein Hochtemperaturwerkstoff muß zunderbeständig sein und eine hohe Warmfestigkeit und gute Temperaturwechselbeständigkeit aufweisen. Die derzeit verwendeten sogenannten Superlegierungen auf Nickel-Chrom- und Kobalt-Chrom-Basis erlauben Arbeitstemperaturen bis höchstens 870°. Die Verwendung der hochschmelzenden Metalle Molybdän, Wolfram, Tantal und anderer scheitert an deren geringer Oxydationsbeständigkeit beim Erhitzen an Luft. Die Edelmetalle scheiden wegen ihres hohen Preises aus. Von Sinterwerkstoffen haben sich in der Praxis bereits Hartmetalle auf Titancarbidbasis mit Nickel-Chrom-Kobalt-Bindung bewährt. Angaben über das Zunderverhalten und die Warmfestigkeitseigenschaften dieser sogenannten WZ-Legierungen werden gemacht. Nach amerikanischen Angaben ist Zirkonborid als Düsenwerkstoff allen anderen Materialien überlegen. Besonders gute Zunderbeständigkeit haben einige Silicide, insbesondere das Molybdändisilicid. Durch Sintern hergestellte Formstücke aus diesem Material können an Luft bis auf 1700° erhitzt werden, ohne daß sie sich merklich verändern. Die Verwendung von Siliciden als Schaufelwerkstoff wird durch ihre verhältnismäßig große Sprödigkeit beschränkt. Auch hochschmelzende Oxyde und Metall-Metalloxyd-Verbundkörper dürften wegen ihrer Sprödigkeit und schlechten Temperaturwechselbeständigkeit für Turbinenschaufeln weniger geeignet sein.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1955

Authors and Affiliations

  • R. Kieffer
    • 1
  • F. Benesovsky
    • 1
  1. 1.Metallwerk PlanseeGes.m.b.H.Reutte/TirolÖsterreich

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