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Über den Einfluß der Rekombination auf die Leistung von Flüssigkeitsraketen

  • U. T. Bödewadt

Zusammenfassung

Die Leistung einer Rakete wird gewöhnlich auf die eines theoretischen Raketentriebwerks bezogen, in dem sich die Gase zunächst auf das zur Verbrennungstemperatur gehörige Dissoziationsgleichgewicht einstellen und dann aus der Ruhe bei unveränderter Zusammensetzung adiabatisch-isentrop durch eine Düse ausströmen.

Dabei sinkt die Gastemperatur, und niedrigeren Temperaturen würde im Gleichgewicht ein geringerer Dissoziationsgrad entsprechen. Daher bleibt auch in wirklichen Düsen die Dissoziation nicht konstant, sondern geht wenigstens teilweise zurück. Diese „Rekombination“ führt zu Wärmeentwicklung und damit zu langsamerem Temperaturabfall und höherer Mündungstemperatur als im theoretischen Triebwerk.

Über die Fragen, in welchem Ausmaße die Rekombination nun tatsächlich stattfindet und ob sie die Leistung günstig oder ungünstig beeinflußt, hat es lange Zeit widersprechende Meinungen gegeben. Jedoch zeigen Rechnungen für Wasserstoff wie für den Treibstoff der A 4, daß Rekombination die Ausströmungsgeschwindigkeit steigert. Dieses Ergebnis wird wohl allgemein zutreffen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1955

Authors and Affiliations

  • U. T. Bödewadt
    • 1
  1. 1.EntwicklungsabteilungCompagnie des Engins à Réaction pour Vol Accéléré (CERVA)HéliopolisÄgypten

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