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Referenzwerte für HCB, β-HCH, DDT und PCB in Frauenmilch

  • Institut für Wasser-, Boden und Lufthygiene des Umweltbundesamtes
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Zusammenfassung

Stillen ist die natürliche und beste Form der Ernährung des Säuglings, da Frauenmilch in den ersten Lebensmonaten ein besonders hohes Maß an Sicherheit für seine ungestörte Entwicklung bietet. Muttermilch ist nicht nur in Gehalt und Verfügbarkeit der Nährstoffe dem Stoffwechsel und dem jeweiligen Bedarf des Säuglings optimal angepaßt, sondern sie enthält auch viele Stoffe zur Förderung des Wachstums, der Reifung und zur Abwehr von Infektionen. So vermindert ausschließliches Stillen in den ersten drei Lebensmonaten das Risiko für gastrointestinale Erkrankungen, Infektionen der oberen Luftwege und plötzlichen Kindstod. Duch das Stillen wird die Zufuhr von Fremdeiweiß und damit die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung allergischer Reaktionen reduziert [1]. Muttermilch beeinflußt nach neueren Erkenntnissen die Immunantwort des Kindes auch im späteren Leben positiv [2]. Mütter, die gestillt haben, haben darüber hinaus ein geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Nicht zuletzt fördert das Stillen auch eine enge Mutter-Kind-Beziehung [1].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Institut für Wasser-, Boden und Lufthygiene des Umweltbundesamtes

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