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10th International conference on the reduction of drug related harm

21.–25. März 1999 in Genf
  • Heino Stöver
Chapter

Zusammenfassung

Als die 1. Konferenz über die Verringerung drogenbedingter Schäden 1990 in Liverpool stattfand, war viel von einer Aufbruchstimmung unter den Teilnehmern zu spüren. Das Konzept „harm reduction“ wurde erstmals in einem großen Forum mit Teilnehmern aus der ganzen Welt diskutiert. Die Entwicklung sich grundsätzlich verändernder Drogenhilfe unter dem Eindruck von HIV/AIDS unter Drogenkonsumenten war in vielen Ländern zu beobachten und wurde nun weltweit vernetzt. Innovative Ansätze der Drogenhilfe wurden vorgestellt. Methadonbehandlung, Heroinabgabe in Liverpool, needle exchange-Programme, Konsumräume in der Schweiz, weitere Ansätze zur sozialen und gesundheitlichen Stabilisierung für Drogenkonsumenten, für die das Ziel der Abstinenz noch in weiter Ferne lag oder für die ein Leben ohne (diese) Drogen schlicht gar kein Ziel darstellte. Trotz des Titels wurden auch drogenpolitikbedingte Probleme angesprochen. Die volkswirtschaftlichen, sozialen und persönlich-gesundheitlichen Kosten und Schäden der Prohibition wurden intensiv diskutiert. Fürwahr eine Pionierleistung! Die Teilnehmerliste (immerhin fast 700) von damals umfaßte hauptsächlich Wissenschaftler, Praktiker, aber auch Drogenkonsumenten aus der westlichen Welt (Westeuropa, USA, Australien) — der Eiserne Vorhang zwischen Ost und West war noch nicht wirklich verschwunden und die sogenannten „Entwicklungsländer“ waren noch nicht vertreten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Heino Stöver
    • 1
  1. 1.Institut für Politikwissenschaften, Sucht und DrogenforschungCarl von Ossietzky Universität OldenburgOldenburgDeutschland

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