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Bestandsverminderung bei verwilderten Haustayben Teil 1

Bilanz mitteleuropäischer Stadtverwaltungen
  • Günther Vater
Chapter

Zusammenfassung

Der zweiteilige Bericht faßt die Ergebnisse einer Umfrage zusammen, bei der sich die Verwaltungen von 52 mitteleuropäischen Städten zum Straßentaubenproblem geäußert haben. Überwiegend versucht man mehr oder minder erfolglos, eine Bestandsverminderung durch Taubenfütterungsverbot zu erreichen. Häufig wird auch von Bürgerbelehrungen und Informationskampagnen berichtet. Ferner spielen Fangaktionen, Taubenhäuser, Hormonpräparate und Chemosterilantien, Abschuß und Absperrmaßnahmen an Gebäuden eine meist ambivalente Rolle. Bei der Verminderung der Brutplatzangebote sind nur schwache Bemühungen erkennbar. Natürliche Feinde (Greifvögel) scheinen in den wenigsten Städten eine Rolle bei der Reduzierung von Straßentauben zu spielen. Vergiftungen werden offenbar nicht mehr vorgenommen. Die Erfahrungen der Kommunen werden mit den in der Fachliteratur vorliegenden Ergebnissen verglichen. Kommentare aus ökologischer und hygienezoologischer Sicht berücksichtigen die rechtlichen Grundlagen von Tierschutz, Schädlingsbekämpfung und Gesundheitsvorsorge. Um die insgesamt noch sehr unbefriedigende Situation bei der Bestandsverminderung von verwilderten Haustauben zu verbessern, wird ein Strategieprogramm nach den Organisationsprinzipien des „ökologischen Managements“ vorgeschlagen. Hierzu sollten sämtliche anwendbaren Möglichkeiten nach wissenschaftlichen Kriterien optimiert und den jeweils stadtspezifischen Umständen entsprechend so miteinander kombiniert werden, daß methodische Nachteile durch die Vorteile anderer Komponenten ausgeglichen werden und das Gesamtkonzept nach dem Verstärkerprinzip Optimalergebnisse erzielt.

Schlüsselwörter

Verwilderte Haustauben (Columba livia domestica) Bestandsregulierung Stadthygiene Gesundheitsschutz Ökologisches Management 

Population reduction in feral pigeons — results reported by municipal administrations in Central Europe. Part 1

Summary

The report, in two parts, sums up the findings of a survey covering 52 cities in Central Europe. Most administrations have imposed a ban on feeding street pigeons, but this has been more or less unsuccessful. Information campaigns were used on a large scale, along with more controversial methods such as catching the birds or shooting them down, providing pigeon houses, administering hormone preparations, chemosterilization, and exclusion from buildings. Few attempts were made to reduce the number of breeding places. Population reduction by poisons or natural enemies seems to be negligible. The findings of the survey are compared with results reported in the specialist literature, followed by a discussion of the ecological, hygienic and legal aspects, including animal protection, pest control, and public health. The strategy proposed to improve the present situation, which is found unsatisfactory in many respects, is to organize along the principles of ecological management. By optimizing the available options and following scientific criteria, it aims to combine those methods which appear most promising under local conditions. Any drawbacks are to be compensated by the enhancement of positive elements to give the best possible overall results.

Key words

Feral pigeons Street pigeons (Columba livia domestica) Population reduction Habitat manipulation Urban hygiene Public health Bird management strategies 

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Literatur

  1. erhältlich beim Verlag.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Günther Vater
    • 1
  1. 1.LeipzigDeutschland

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