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Xenotransplantation 1999

  • Joachim Denner
Chapter

Zusammenfassung

in Deutschland werden jährlich etwa 2300 Nieren, 540 Herzen und 720 Lebern transplantiert. Auf der Warteliste stehen jedoch 11 000 Dialysepatienten, die eine Niere benötigen, und etwa 2000 Herz- und Leberpatienten. Ein Viertel dieser Patienten verstirbt, bevor sie ein Organ erhalten haben. Diese Zahlen, hinter denen persönliches Leiden steht, sind zu berücksichtigen, wenn man über Lösungswege zur Behebung des Organmangels diskutiert. Höhere Spendenbereitschaft, die Prävention der Erkrankungen, die zum Organverlust führen und neue Therapien sind ebenso im Gespräch wie „Tissue-Engineering“ auf der Basis von Stammzellen wie auch die Xenotransplantation. Letztere ist von allen Alternativen zur Allotransplantation forschungsmäßig am weitesten fortgeschritten, und alle Pros und Contras ihrer Anwendung werden in der Öffentlichkeit bereits intensiv diskutiert. Zum ersten Mal in der Geschichte der Medizin wird über eine Technologie diskutiert, die praktisch noch nicht angewendet wird (zumindest was die Übertragung von Organen betrifft — wenn man von wenigen mißlungenen Versuchen der Übertragung von Organen von Affen auf den Menschen einmal absieht). Ein Vorgehen, das beispielgebend für die Einführung zukünftiger Technologien werden könnte.

Literatur

  1. 1.
    Denner J (1999) Immunsuppression durch Retroviren: Implikationen für die Xeno-transplantation. Tx Med 11: 223–233.Google Scholar
  2. 2.
    Paradis K, et al.(1999) Search for cross-species transmission of porcine endogenous retrovirus in patients treated with living pig tissue. Science 285: 1236–1241.PubMedCrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Joachim Denner
    • 1
  1. 1.Paul-Ehrlich-lnstitutLangenDeutschland

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