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Für Sie Gelesen: Internationale Fachliteratur

  • R. S. Roß
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Zusammenfassung

Die ausgeprägte Variabilität des Hepatitis-C-Virus-(HCV-)Genoms erschwert das Studium der molekularen und immunologischen Mechanismen, die für eine Persistenz des Virus und somit für die Entwicklung einer chronischen HCV-In-fektion verantwortlich sein könnten. Der Arbeitsgruppe um Charles Rice an der Washington University School of Medicine in St. Louis gelang es 1997, einen infektiösen HCV-Klon zu etablieren, womit erstmals ein genau definiertes Inokulum für Tierversuche zur Verfügung stand. Schimpansen wurden intrahepatisch mit HCV-RNA infiziert, die man durch Transkription von diesem cDNA-Klon gewonnen hatte [1]. In der Zwischenzeit liegen erste Ergebnisse über den Verlauf der Infektion bei den experimentell infizierten Schimpansen vor [2]. Die Tiere entwickelten eine klassische HCV-Infektion. HCV-RNA war im Serum ein bis zwei Wochen nach der Inokulation nachweisbar; maximale Titer stellten sich mit mehr als 106 Kopien/ml 14 bzw. neun Wochen nach der Infektion ein. Die bei den Schimpansen gemessenen Alaninaminotransferase-Aktivitäten korrelierten mit den HCV-RNA-Werten. Antikörper gegen HCV traten nach 13 bis 15, beim zweiten Tier nach zehn bis elf Wochen auf, doch blieben beide Schimpansen virämisch und es entwickelte sich eine chronische HCV-Infektion.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • R. S. Roß
    • 1
  1. 1.Institut für Virologie, Nationales Referenzzentrum für Hepatitis CUniversitätsklinikum EssenEssenDeutschland

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