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Hormonale Beeinflussung des Entwicklungsgrades der Neugeborenen

  • Rübsamen
Chapter
Part of the Archiv für Gynäkologie book series (AGYO)

Zusammenfassung

Von verschiedenen Seiten ausgeführte Tierexperimente haben gezeigt, daß die Möglichkeit besteht, nicht nur eine Änderung des Geschlechtsverhältnisses der Nachkommenschaft durch Verabreichung von Hormonen an die Muttertiere vor der Befruchtung herbeizuführen, sondern auch eine Steuerung des Entwicklungsgrades der Nachkommen zu bedingen. W. Koch konnte bei Hunden durch Verfütterung von Follikelhormon (Hunde-Unden) und die dadurch erzielte „Hyperfeminierung“ das Geschlechtsverhältnis der Nachkommenschaft um etwa 30% zugunsten der Männchen verschieben, dabei gleichzeitig eine Zunahme der Wurfgröße um etwa 10% beobachten, wogegen bei mangelhafter geschlechtlicher Leistungsfähigkeit und der dabei nachgewiesenen Hypofunktion des Ovariums kleinere Würfe festgestellt wurden. Eine Begünstigung der männlichen Nachkommen fanden in Übereinstimmung mit Koch Gostimirovic bei hyperfeminierten Mäusen und Reiprich nach Ovariali nplantation beim Kaninchen, wogegen Panizza durch Implantation von Hodenstückchen auf weibliche Meerschweinchen vor der Begattung ein Überwiegen der weiblichen Nachkommenschaft erzielen konnte. In meinen Versuchen am Meerschweinchen konnte ich in Übereinstimmung mit Fellner durch Vorbehandlung mit stark follikelhormonhaltigen Ovarialextrakten vorwiegend weibliche Nachkommen erzielen, analog den Versuchen von Ludwig beim bereits befruchteten Hühnerei, woraus hervorgeht, daß nicht alle Arten der Versuchstiere gleichmäßig auf die hormonale Behandlung reagieren.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1942

Authors and Affiliations

  • Rübsamen
    • 1
  1. 1.DresdenDeutschland

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