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Auswirkungen der mütterlichen Syphilis auf Lebensfähigkeit und Entwicklung des Kindes

  • P. W. Siegel
Chapter
Part of the Archiv für Gynäkologie book series (AGYO)

Zusammenfassung

Die Schwierigkeit, den Einfluß der mütterlichen Syphilis auf die Entwicklung der kindlichen Frucht ergründen zu können, liegt in der Schwierigkeit der Erfassung der Fälle. Wenn man sich auf die Fälle beschränkt, in denen Zeichen einer manifesten Lues bestehen, oder in denen nach der Anamnese mit der Möglichkeit oder Sicherheit einer früheren Lues zu rechnen ist, dann würde man bei weitem nicht alle Fälle von mütterlicher Lues erfassen. Die Fälle der latenten Lues sind zahlenmäßig häufiger als die der manifesten Lues und häufiger als man früher annahm. Auch wenn die Kinder latent luischer Mütter nicht mit Zeichen einer Lues geboren werden, so müssen wir nach der geltenden Anschauung annehmen, daß auch diese Kinder latent luischer Mütter luisch infiziert sind, nur daß sich in diesen Fällen die luischen Erscheinungen unserer Beobachtung entziehen. Wir müssen annehmen, daß die Kinder in ihrem Lebenswert herabgesetzt sind und erwarten, daß über kurz oder lang Erscheinungen minderwertiger Konstitutionen auftreten werden. Um diese Fälle und damit alle Fälle von Syphilis zu erfassen, ist die reihenmäßige serologische Luesuntersuchung unerläßlich. Es muß angestrebt werden, die serologische Luesuntersuchung bei allen geburtshilflichen Fällen durchzuführen. Nur so kann ein Gesamtüberblick erlangt und ein Urteil über die Auswirkung der mütterlichen Lues auf das Kind erreicht werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1942

Authors and Affiliations

  • P. W. Siegel
    • 1
  1. 1.InsterburgRussland

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