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Zur Therapie der Eklampsie

Chapter
Part of the Archiv für Gynäkologie book series (AGYO)

Zusammenfassung

Im Jahre 1936 hatte ich bei einer schwer eklamptischen Frau mit totaler Erblindung und schwerster Somnolenz eine Kaiserschnittoperation durchgeführt. In den ersten Stunden nach der Operation trat eine leichte Besserung ein, dann aber, verbunden mit einer vollständigen Anurie, wieder eine von Stunde zu Stunde zunehmende Verschlechterung. Nach 2 Tagen wurde die Patientin erneut somnolent und keines der gebräuchlichen Diureticas, auch nicht in Verbindung mit einem massiven Aderlaß, brachte eine Besserung. Die Diurese versagte vollkommen. Bei dem nun so schlecht gewordenen Zustand sah ich von einer Dekapsulation der Niere ab und suchte verzweifelt nach einem Mittel, das diese Anurie beseitigen würde. Ich hatte bei allen möglichen Erkrankungen immer schon Blutegel verwendet und versprach mir nun von diesen auch hier eine mögliche Besserung des Zustandes. Ich legte an jedes Bein 12 Stück, also insgesamt 24, und was dann kam war wie ein Wunder: nach wenigen Stunden eine Urinmenge von 250 ccm, nach 12 Stunden eine solche von 600 und nach 24 Stunden waren es 11/2 Liter geworden. So wie nun der Harn in einem immer stärkeren Strom floß, so nahmen die lebensbedrohlichen Erscheinungen ab. Nach 24 Stunden war die Frau gerettet.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1942

Authors and Affiliations

  • E. Bach
    • 1
  1. 1.Marburg a. d. LahnDeutschland

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