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Hypotonie und Schwangerschaft

Chapter
Part of the Archiv für Gynäkologie book series (AGYO)

Zusammenfassung

Bestimmte Erscheinungen in der Schwangerschaft, die rasche Ermüdbarkeit, vermehrte Schlafsucht, Obstipation, Schwindel, Schwarzwerden vor den Augen und schließlich eine gewisse Kollapsneigung mancher Frauen ähneln außerordentlich den Hauptkennzeichen einer relativen Nebenniereninsuffizienz. Sie deuten andererseits auf einen Zusammenhang mit der Kreislauffunktion hin. Bei der Prüfung dieser Symptome haben sich interessante Zusammenhänge ergeben. Der Tonus der Körpermuskulatur einerseits und das Verhalten der Gefäße und Vasomotoren andererseits wurde in der Früh- und Spätschwangerschaft an 93 Frauen geprüft. Die Messung des Muskeltonus erfolgte nach der Methode Beiglböck. Der Normalwert für den intramuskulären Druck im entspannten Muskel als Maß für den Tonus beträgt 70 mm Wasser. In den ersten 4 Monaten der Schwangerschaft liegen sämtliche Werte unter der Norm, während in der Spätschwangerschaft der Tonus etwas schwankt, sich bei den meisten Frauen aber zwischen 60 und 90 mm Wasser bewegt. In den ersten Monaten der Gravidität liegt eine Muskelhypotonie vor. Nun ist der Muskeltonus nach Henderson aber ganz wesentlich an der Rückforderung des Blutes zum Herzen beteiligt. Stromvolumen und Herzleistung sind weitgehend vom tonischen Zustand der Muskulatur abhängig.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1942

Authors and Affiliations

  • Hansen
    • 1
  1. 1.RostockDeutschland

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