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Die Reaktionsfähigkeit der menschlichen Tube auf Hypophysenhinterlappenextrakt in den verschiedenen Zyklusphasen

Chapter
Part of the Archiv für Gynäkologie book series (AGYO)

Zusammenfassung

Die Frage nach den Motilitätsvorgängen an der menschlichen Tube begegnete stets regem Interesse. Trotz zahlreicher Untersuchungen kann sie noch nicht als völlig gelöst betrachtet werden. Die Untersuchungen am isolierten überlebenden Organ haben zum Teil zu widersprechenden Ergebnissen geführt. Von umso größerer Bedeutung sind Beobachtungen an der lebenden Frau selbst. Die vorliegenden Operationsbeobachtungen sind sehr spärlich, da die bei Laparotomien freigelegte Tube nur äußerst geringe Neigung zu Kontraktionen zeigt. Bedeutend mehr Aufschluß gibt die röntgenologische Beobachtung. Da Serienaufnahmen, die allein in der Lage wären, den physiologischen Kontraktionsablauf zu verfolgen, sich mit Rücksicht auf die Möglichkeit einer Schädigung des Keimgutes im Bereich der Ovarien verbieten, schien es geboten, nach einem Mittel zu suchen, das die Kontraktionsvorgänge zeitlich gerafft darzustellen gestattet. Es zeigte sich, daß nach intravenöser Gabe von Hypophysenhinterlappenextrakt nicht allein Uterus (G. K. F. Schultze) und Vagina (Kolbow), sondern auch die Tube mit ausgesprochenen Kontraktionen reagiert. Wegen der geringen Nebenwirkungen wurde Orasthin bevorzugt, von dem 0,5 ccm intravenös gegeben wurden, sobald die erste mit üblicher Technik vorgenommene Salpingographieaufnahme getätigt war. Etwa 1–2 Min später folgte die Kontrollaufnahme bei noch liegenden Instrumenten.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1942

Authors and Affiliations

  • Kolbow
    • 1
  1. 1.Königsberg i. Pr.Russland

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