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Kreiselwirkungen bei Radsätzen

  • R. Grammel

Zusammenfassung

Die Drehung ist unter allen Bewegungsarten dadurch ausgezeichnet, daß ein Körper sie gleichförmig ausführen kann, ohne seinen Ort als Ganzes zu verlassen; sie wird deswegen dazu verwendet, bedeutende Energiemengen auf beschränktem Raum als Wucht von Schwungrädern und sonstigen Radsätzen aufzuspeichern. Weil die Drehung immer wieder die einzelnen Teile eines Körpers in ihre frühere Lage, und zwar mit gleichbleibendem Takte, zurückzubringen vermag, so wird sie außerdem vielfältig zu Energieumwandlungen benützt, so bei den sogenannten Kreiselmaschinen (Dampf-, Gas-und Wasserturbinen, Kreiselpumpen, Kompressoren, Gebläsen, elektrischen Generatoren und Motoren usw.) und bei vielen Triebwerken (Wasser- und Luftschrauben) und dergleichen mehr. Endlich aber dient die Drehbewegung seit den ältesten Zeiten als häufigster Vermittler bei Schiebebewegungen überall, wo Fahrzeuge auf Rädern laufen.

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Referenzen

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    Vgl. einen anonymen Aufsatz im Zentralblatt der Bauverwaltung 19 (1899), S. 553.Google Scholar
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  24. 1a.
    Neben den Kreiselwirkungen der Luftschraube auf das Flugzeug gibt es bei jeder Schwenkung der Schraubenachse noch sozusagen innere Kreiselwirkungen am einzelnen Schraubenblatt infolge der Massenträgheit; über die große Mannigfaltigkeit dieser Wirkungen vgl. R. Grammel, Die Trägheitswirkungen in der Luftschraube des kurvenden Flugzeugs, Heft 36 der Schriften der Deutschen Akademie der Luftfahrtforschung, Berlin 1941.Google Scholar
  25. 1.
    Vgl. etwa Kap. VIII in dem früher angeführten Artikel von B. M. Jones.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1950

Authors and Affiliations

  • R. Grammel
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule StuttgartDeutschland

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