Advertisement

Fabrikation der schwefligen Säure, Salpetersäure und Schwefelsäure

  • G. Lunge
Chapter

Zusammenfassung

Wir behandeln dies als besonderen Abschnitt, da schweflige Säure nicht, wie früher, zum allergrößten Teile nur für den Bleikammerprozeß dargestellt wird, sondern auch in ganz großem Maßstabe für die Fabrikation von Sulfitzellulose, in kleinerem Maßstabe für diejenige von flüssigem Schwefeldioxyd.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 1).
    Neuerdings hat P. Fuchs (Zsch. angew. Ch. 1898, 1189) diesen Gegenstand von neuem behandelt, aber keine von Pfeiffers wesentlich abweichenden Ergebnisse bekommen.Google Scholar
  2. 1).
    Die Untersuchung dieser Masse auf alle ihre wichtigeren Bestandteile wird im 2. Bande behandelt.Google Scholar
  3. 1).
    Vgl. Lunges Sodaindustrie 3. Aufl., I., 27.Google Scholar
  4. 2).
    Lunge, Zsch. anal. Chem. 1881, 19, 419; Zsch. angew. Chem. 1889, 473.Google Scholar
  5. 1).
    Nach Tread well (Quant. Anal. 2. Aufl. S. 245) ist das Auftreten von basischem Ferrisulfat und daher ein Rückhalt an Schwefelsäure beim Auswaschen überhaupt gar nicht zu befürchten, wenn man die Lösung (wie stets von mir vorgeschrieben) kalt mit Ammoniak übersättigt und dann unter beständigem Umrühren bis beinahe zum Sieden erhitzt.Google Scholar
  6. 1).
    Hunderte von Kontrollproben der im Texte beschriebenen Art haben mir gezeigt, daß selbst Anfänger nach den oben gegebenen Anweisungen fast immer schwefelsäurefreies Eisenhydroxyd erhalten, und bei Geübteren ist dies stets der Fall. Küster und Thiel (Zsch. anorg. Ch. 19, 97, ferner 22, 424), die irrigerweise annehmen, daß man das Eisenhydroxyd nicht vollständig durch Auswaschen von Schwefelsäure befreien könne, schlagen statt dessen vor, die Fällung mit Chlorbaryum ohne Abfiltrieren des Eisenhydroxyds vorzunehmen und das letztere nachträglich durch mehrstündige Digestion mit Salzsäure aufzulösen; oder aber durch Zusatz größerer Mengen von Ammoniumoxalat die Fällung des Eisens überhaupt zu verhindern. Beide Methoden erfordern viel mehr Zeit als die im Text beschriebene, ohne irgend einen Gewinn an Genauigkeit (Vgl. Lunge, Zsch. anorg. Chem. 19, 454, und Herting, Zsch. f. angew. Chem. 1899, 274, auch Chem.-Ztg. 1899, No. 75).Google Scholar
  7. 1).
    Vgl. Jannasch und Richards, Journ. prakt. Chem. [2], 39, 321. Berichtigung derselben infolge meiner Reklamation, ebend. 40, 236. Ferner Lunge, Zsch. angew. Chem. 1889, 473.Google Scholar
  8. 1).
    Die gewichtsanalytische Bestimmung der Schwefelsäure als Baryumsulfat ist allerdings keineswegs eine der genauesten analytischen Operationen und kann trotz aller Kautelen Fehler bis zu 1/200 des Betrages ergeben, also das Vielfache wie z. B. bei der Chlorbestimmung als Ag Cl.Google Scholar
  9. 1).
    Man vermeide letztere in diesem Falle; vgl. S. 113. G. L.Google Scholar
  10. 1).
    Nach Angaben von V. Hassreidter und E. Prost.Google Scholar
  11. 1).
    Nach Mitteilungen von V. Hassreidter und E. Prost.Google Scholar
  12. 1).
    Zur Vermeidung einer Aufnahme von Schwefel aus den Produkten der Leuchtgasverbrennung setzt man am besten den Tiegel in ein entsprechendes Loch einer schiefgestellten Asbestplatte, was nach der Erfahrung des Verfassers den Zweck hier, wie bei der Bestimmung des Schwefels in Kohlen etc. genügend erreicht (vgl. S. 248 u. Fig. 89 a S. 246). Noch besser ist vielleicht die von O. Pfeiffersch. Ztg. 1904, 38) vorgeschlagene Vorrichtung.Google Scholar
  13. 1).
    Die Zahlen des Originals sind nach den neuen Atomgewichten verbessert worden.Google Scholar
  14. 1).
    F. Reich, „Die bisherigen Versuche zur Beseitigung des schädlichen Einflusses des Hüttenrauches bei den fiskalischen Hüttenwerken zu Freiberg. Freiberg 1858.“ Separatabdruck aus B.- u. H.-Ztg.; ferner in Winkler, Industriegase II, 350; Lunge, Sodaind. 3. Aufl. I, 355.Google Scholar
  15. 1).
    Dies erhöht die Absorptionsfähigkeit der Jodlösung und beugt gleichzeitig allen etwaigen Unregelmäßigkeiten im Verlaufe der Reaktion vor.Google Scholar
  16. 1).
    Nach A. Lange, Taschenb. d. Berl. Bezirksvereins deutscher Chemiker für 1898/99, S. 82.Google Scholar
  17. 1).
    Vgl. darüber Alberti und Hempel, Zsch. angew. Ch. 1892, 101.Google Scholar
  18. 1).
    Die Art der Ausführung der Sievertschen Methode an der Versuchsstation Münster ist von Fricke (Zsch. angew. Ch. 1891, 240) beschrieben worden.Google Scholar
  19. 2).
    Von Sullwald in Chem.-Ztg. 1890, 1674 beschrieben.Google Scholar
  20. 1).
    Dem ich doch jedenfalls eine kugelförmige Erweiterung über dem Stopfen gebe. G. L.Google Scholar
  21. 2).
    Der „Absorptionsschüssel“ von Böckmann ziehe ich denn doch eine Peligotsche oder anderweitige Vorlage von solcher Art vor, daß das Gaseinführungsrohr nicht in die Absorptionssäure taucht, und daß deren Zurücksteigen ausgeschlossen ist; z. B. die auf S. 315 gezeigte. G. L.Google Scholar
  22. 1).
    Man muß so viel abwägen, daß bei der herrschenden Temperatur und Barometerstand das entwickelte Stickoxyd keinesfalls unter 100 ccm oder über 120 ccm beträgt.Google Scholar
  23. 1).
    Dupré (Journ. Soc. Chem. Ind 1902, 825) verfährt im wesentlichen ganz wie oben, läßt aber den Pyrolusit fort und erhitzt eine Stunde lang auf 545° in dem von Gilbert empfohlenen Luftbade.Google Scholar
  24. 1).
    Eine neue Untersuchung von Veley und Manley (Journ. Soc. Chem. Ind. 1903, 1227) zeigt Zahlen, die mit den unsrigen meist bis auf 1/300, nur in einem Falle auf 1/240 stimmen; nach diesen Autoren selbst kann bei der Untersuchung durch verschiedene Beobachter und nach etwas verschiedenen Methoden eine größere Übereinstimmung kaum erwartet werden.Google Scholar
  25. 2).
    Eine ausführliche Tabelle darüber gibt Fuchs, Zsch. angew. Chem. 1898, 747.Google Scholar
  26. 1).
    Loring Jackson und Wing (Chem.-Ztg. Rep. 1887, 273) und R.Hirsch (Chem.-Ztg. 1888, 911).Google Scholar
  27. 1).
    Prüfung d. ReagentieD, 2. Aufl. S. 28.Google Scholar
  28. 1).
    In der ursprünglich angewendeten starken Salpetersäure ist wesentlich N2O4 enthalten ; beim Vermischen mit starker Schwefelsäure spaltet sich dieses in 1 Mol. NO3H und 1 Mol. SO2(OH)(ONO).Google Scholar
  29. 1).
    Biese Tabelle stimmt bis hinunter auf 1,100 spez. Gew. = etwa 15 Proz. H2SO4 sehr gut mit derjenigen der K. Normal-Eichungs-Kommission; für ver-dünntere Säuren ist sie infolge eines jetzt nicht mehr zu ermittelnden Fehlers nicht brauchbar, was selten praktisch erheblich sein wird.Google Scholar
  30. 1).
    Ein Zurückschlagen ist nicht zu befürchten, da die Watte in d dies hindert.Google Scholar
  31. 1).
    Neuerdings hat P. Fuchs (Zsch. angew. Ch. 1898, 1189) diesen Gegenstand von neuem behandelt, aber keine von Pfeiffers wesentlich abweichenden Ergebnisse bekommen.Google Scholar
  32. 1).
    Die Untersuchung dieser Masse auf alle ihre wichtigeren Bestandteile wird im 2. Bande behandelt.Google Scholar
  33. 1).
    Vgl. Lunges Sodaindustrie 3. Aufl., I., 27.Google Scholar
  34. 2).
    Lunge, Zsch. anal. Chem. 1881, 19, 419; Zsch. angew. Chem. 1889, 473.Google Scholar
  35. 1).
    Nach Treadwell (Quant. Anal. 2. Aufl. S. 245) ist das Auftreten von basischem Ferrisulfat und daher ein Rückhalt an Schwefelsäure beim Auswaschen überhaupt gar nicht zu befürchten, wenn man die Lösung (wie stets von mir vorgeschrieben) kalt mit Ammoniak übersättigt und dann unter beständigem Umrühren bis beinahe zum Sieden erhitzt.Google Scholar
  36. 1).
    Hunderte von Kontrollproben der im Texte beschriebenen Art haben mir gezeigt, daß selbst Anfänger nach den oben gegebenen Anweisungen fast immer schwefelsäurefreies Eisenhydroxyd erhalten, und bei Geübteren ist dies stets der Fall. Küster und Thiel (Zsch. anorg. Ch. 19, 97, ferner 22, 424), die irrigerweise annehmen, daß man das Eisenhydroxyd nicht vollständig durch Auswaschen von Schwefelsäure befreien könne, schlagen statt dessen vor, die Fällung mit Chlorbaryum ohne Abfiltrieren des Eisenhydroxyds vorzunehmen und das letztere nachträglich durch mehrstündige Digestion mit Salzsäure aufzulösen; oder aber durch Zusatz größerer Mengen von Ammoniumoxalat die Fällung des Eisens überhaupt zu verhindern. Beide Methoden erfordern viel mehr Zeit als die im Text beschriebene, ohne irgend einen Gewinn an Genauigkeit (Vgl. Lunge, Zsch. anorg. Chem. 19, 454, und Herting, Zsch. f. angew. Chem. 1899, 274, auch Chem.-Ztg. 1899, No. 75).Google Scholar
  37. 1).
    Vgl. Jannasch und Richards, Journ. prakt. Chem. [2], 39, 321. Berichtigung derselben infolge meiner Reklamation, ebend. 40, 236. Ferner Lunge, Zsch. angew. Chem. 1889, 473.Google Scholar
  38. 1).
    Die gewichtsanalytische Bestimmung der Schwefelsäure als Baryumsulfat ist allerdings keineswegs eine der genauesten analytischen Operationen und kann trotz aller Kautelen Fehler bis zu 1/200 des Betrages ergeben, also das Vielfache wie z. B. bei der Chlorbestimmung als AgCl.Google Scholar
  39. 1).
    Man vermeide letztere in diesem Falle; vgl. S. 113. G. L.Google Scholar
  40. 1).
    Nach Angaben von V. Hassreidter und E. Prost.Google Scholar
  41. 1).
    Nach Mitteilungen von V. Hassreidter und E. Prost.Google Scholar
  42. 1).
    Zur Vermeidung einer Aufnahme von Schwefel aus den Produkten der Leuchtgasverbrennung setzt man am besten den Tiegel in ein entsprechendes Loch einer schiefgestellten Asbestplatte, was nach der Erfahrung des Verfassers den Zweck hier, wie bei der Bestimmung des Schwefels in Kohlen etc. genügend erreicht (vgl. S. 248 u. Fig. 89 a S. 246). Noch besser ist vielleicht die von O. Pfeiffer (Ch. Ztg. 1904, 38) vorgeschlagene Vorrichtung.Google Scholar
  43. 1).
    Die Zahlen des Originals sind nach den neuen Atomgewichten verbessert worden.Google Scholar
  44. 1).
    F. Reich, „Die bisherigen Versuche zur Beseitigung des schädlichen Einflusses des Hüttenrauches bei den fiskalischen Hüttenwerken zu Freiberg. Freiberg 1858.“ .Separatabdruck aus B.- u. H.-Ztg.; ferner in Winkler, Industriegase II, 350; Lunge, Sodaind. 3. Aufl. I, 355.Google Scholar
  45. 1).
    Dies erhöht die Absorptionsfähigkeit der Jodlösung und beugt gleichzeitig allen etwaigen Unregelmäßigkeiten im Verlaufe der Reaktion vor.Google Scholar
  46. 1).
    Nach A. Lange, Taschenb. d. Berl. Bezirksvereins deutscher Chemiker für 1898/99, S. 82.Google Scholar
  47. 1).
    Vgl. darüber Alberti und Hempel, Zsch. angew. Ch. 1892, 101.Google Scholar
  48. 1).
    Die Art der Ausführung der Sievertschen Methode an der Versuchsstation Münster ist von Fricke (Zsch. angew. Ch. 1891, 240) beschrieben worden. 2) Von Sullwald in Chem.-Ztg. 1890, 1674 beschrieben.Google Scholar
  49. 1).
    Dem ich doch jedenfalls eine kugelförmige Erweiterung über dem Stopfen gebe. G. L.Google Scholar
  50. 2).
    Der „Absorptionsschüssel“ von Böckmann ziehe ich denn doch eine Peligotsche oder anderweitige Vorlage von solcher Art vor, daß das Gaseinführungsrohr nicht in die Absorptionssäure taucht, und daß deren Zurücksteigen ausgeschlossen ist; z. B. die auf S. 315 gezeigte. G. L.Google Scholar
  51. 1).
    Man muß so viel abwägen, daß bei der herrschenden Temperatur und Barometerstand das entwickelte Stickoxyd keinesfalls unter 100 ccm oder über 120 ccm beträgt.Google Scholar
  52. 1).
    Dupré (Journ. Soc. Chem. Ind 1902, 825) verfährt im wesentlichen ganz wie oben, läßt aber den Pyrolusit fort und erhitzt eine Stunde lang auf 545° in dem von Gilbert empfohlenen Luftbade.Google Scholar
  53. 1).
    Eine neue Untersuchung von Veley und Manley (Journ. Soc. Chem. Ind. 1903, 1227) zeigt Zahlen, die mit den unsrigen meist bis auf 1/300, nur in einem Falle auf 1/240 stimmen; nach diesen Autoren selbst kann bei der Untersuchung durch verschiedene Beobachter und nach etwas verschiedenen Methoden eine größere Übereinstimmung kaum erwartet werden.Google Scholar
  54. 2).
    Eine ausführliche Tabelle darüber gibt Fuchs, Zsch. angew. Chem. 1898, 747.Google Scholar
  55. 1).
    Loring Jackson und Wing (Chem.-Ztg. Rep. 1887, 273) und R.Hirsch (Chem.-Ztg. 1888, 911).Google Scholar
  56. 1).
    Prüfung d. ReagentieD, 2. Aufl. S. 28.Google Scholar
  57. 1).
    In der ursprünglich angewendeten starken Salpetersäure ist wesentlich N2O4 enthalten ; beim Vermischen mit starker Schwefelsäure spaltet sich dieses in 1 Mol. NO3H und 1 Mol. SO2(OH)(ONO).Google Scholar
  58. 1).
    Biese Tabelle stimmt bis hinunter auf 1,100 spez. Gew. = etwa 15 Proz. H2SO4 sehr gut mit derjenigen der K. Normal-Eichungs-Kommission; für ver-dünntere Säuren ist sie infolge eines jetzt nicht mehr zu ermittelnden Fehlers nicht brauchbar, was selten praktisch erheblich sein wird.Google Scholar
  59. 1).
    Ein Zurückschlagen ist nicht zu befürchten, da die Watte in d dies hindert.Google Scholar
  60. 1).
    Report of the Committee appointed by the Commissioners of Inland Revenue to specify the ingredients of beer and the materials used in their preparation which are liable to be contaminated by arsenic and to prescribe tests etc. London 1903 (Blaubuch). Ferner Journ. Chem. Soc. 1903, vol. 83, p. 974.Google Scholar
  61. 1).
    Der Zusatz von Platinchlorid wird in diesem Falle für unstatthaft gehalten; vgl. Treadwell a. a. O., S. 176.Google Scholar
  62. 1).
    Nach Cappadow, Gaz. chim. ital. 31, II, 217, und Skrabal, Zsch. anal. Ch. 42, 359, reißt der dabei niederfallende Schwefel auch Schwefeleisen mit, was diese Methode ungenau macht.Google Scholar
  63. 1).
    Die eingeklammerten Zahlen bedeuten die Schmelzpunkte von frischen, noch nicht polymerisierten Säuren.Google Scholar
  64. 1).
    Fiirstenau, Chem.-Ztg. 1880, 18; Möller, ebend. 1880, 569; Becker, 1880, 600; Cl. Winkler, Chem. Ind. 1880, 194; Clar u. Gaier, ebend. 1881, 251; Rosenlecher, Zsch. anal. Chem. 37, 209; Setlik, Chem.-Ztg. 1889, 1670; Rabe, Chem.-Ztg. 1901, 345; Lunges Taschenb. f. Sodaf. 3. Aufl. S. 179; dessen „Sodaindustrie“ 3. Aufl. I, 204.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1904

Authors and Affiliations

  • G. Lunge
    • 1
  1. 1.ZürichSchweiz

Personalised recommendations