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Spanien und Portugal

  • Karl Wippermann
Chapter

Zusammenfassung

Spanien wurde in diesem Jahre sehr erregt durch finanzielle Nöte, das Anwachsen republikanischer Elemente, anarchistische Anschläge, einen Streit mit Marokko und eine Bewegung auf Euba. Nachdem im Dezember 1892 die Leitung der Regierung aus den Händen der Konservatiden an das liberale Ministerium Sagasta übergegangen war, stellte sich für dieses die Notwendigkeit heraus, sich durch Neuwahlen eine Mehrheit in der Volksvertrerung zu verschaffen. Der Auflösung der Kammern am 5. Januar folgte eine so lebhafte Wahlbewegung, wie sie lange nicht stattgefunden hatte. Die Wahlen vom 5. März erbrachten für die zweite Kammer zwar eine ministerielle Mehrheit von 298, im übrigen aber, trotz amtlichen Drucks, neben 60 Konserdatiden, 16 Earlisten und 7 cubanischen Autonomisten, 50 Republikaner, mithin ein Anwachsen dieser drei letzten Umsturzparteien aufs Doppelte gegen bisher. Die republikanische Partei erschien, obwohl an vielen Orten Konservative und Liberale sich gegen sie verbunden hatten, in einer Stärke, wie sie dieselbe seit Herstellung des Königstums i. J. 1874 nicht besessen hatte. Der Grund lag darin, daß im Januar die drei republikanischen Gruppen sich vereinigt hatten, um mit allen Mitteln die Herbeiführung der Republik zu beschleunigen, und darin, daß die Unzufriedenheit über mehrere neuere Abgabengesetze sich in dieser Stimmabgabe äußerte. Der Senat bestand nach den Wahlen aus 199 Ministeriellen und 138 verschiedenartigen Oppositionellen. In der Thronrede der Regentin zur Eröffnung der Eortes am 5. April hieß es vor allem, es müßten alle lebendigen Kräfte des Landes zu den Opfern beitragen, welche zur Hebung der Finanzen nötig seien.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1894

Authors and Affiliations

  • Karl Wippermann
    • 1
  1. 1.Groß-LichterfeldeDeutschland

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