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Der Bacillus pyocyaneus im Ohr

  • Otto Voss
Chapter
Part of the Veröffentlichungen aus dem Gebiete des Militär-Sanitätswesens book series (VGMS)

Zusammenfassung

Bekanntlich ist es die durch ihn hervorgerufene Grün- oder Blaufärbung der Verbandstoffe oder des Wundsekrets, die schon frühzeitig die Aufmerksamkeit der Ärztewelt, insbesondere der Chirurgen, auf den von uns jetzt als Bacillus pyocyaneus bezeichneten Mikroorganismus gelenkt hat. Die ersten darüber vorliegenden Veröffentlichungen stammen aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts und zwar aus der Feder von Cadet de Gassicourt [1813 (17)]. Er sowohl wie seine Nachfolger auf diesem Gebiete sind sich über die organische Natur dieses Farbstoffes einig gewesen, indem er selbst einen chromogenen Pilz als Ursache, Mery (100) einen vegetabilischen Ursprung und Krembs (78) Vibrionen als Veranlassung der geschilderten Verfärbung annahmen [Schimmelbusch (131)]. Auch Lücke (93), der nächste, der dieser Frage seine Aufmerksamkeit widmete, spricht noch von „Vibrionen“ als Erreger der Affektion, doch muß es nach seiner Beschreibung als zweifellos gelten, daß er die von ihm als Stäbchen- und kugelförmig geschilderten Mikroorganismen wirklich gesehen hat, so daß er mit Recht als der Entdecker des Pyocyaneus auf mikroskopischem Wege gelten kann. Aber erst von dem Moment an, in dem 20 Jahre später Gessard (33) die erstmalige Züchtung des Pyocyaneus in Reinkultur gelang, begann sich ein allmählicher Umschwung in den Anschauungen über den „grünen Eiter“ anzubahnen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1906

Authors and Affiliations

  • Otto Voss
    • 1
  1. 1.Universität Königsberg i. Pr.Deutschland

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