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Zink, Kobalt, Nickel, Wismut und Genossen

  • F. Reuleaux
Chapter
Part of the Das Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien book series (BEGI, volume 4)

Zusammenfassung

Nur wenige Jahrhunderte ist es her, daß die Welt Wissenschaft bekam von einem neuen Metall, dem Zink. Bis dahin hatte die deutsche Bergmannsbenennung Zink, unter welcher jetzt das Metall in aller Welt verstanden wird, einem gewissen Erze, dem kristallinischen Galmei, gegolten, welche Bezeichnung sogar bis in das 18. Jahrhundert beibehalten wurde. Und doch hatte dasselbe Metall unerkannterweise schon seit uralten Zeiten der Menschheit ganz wichtige Dienste geleistet, so daß seine Geschichte somit eigentümlicherweise in eine alte, geheime, und in eine neue, öffentliche, zerfällt. Wie bei Besprechung des Kupfers näher zu entwickeln sein wird, bildete nämlich das Zink schon in sehr frühen Zeiten einen Bestandteil solcher Kupferlegierungen, die wir jetzt unter den Namen Bronze und Messing kennen, die man mit Hilfe des Galmeis herzustellen verstand. Es fehlt nicht an messingenen Altertümern, namentlich unter den römischen Münzen. Aber die Metallarbeiter begnügten sich durch viele Jahrhunderte mit dem Erfahrungssatze, daß eine gewisse Erd-oder Steinart, mit Kupfer verschmolzen, dasselbe gelb und gießbar mache; das Wie und Warum kümmerte sie wahrscheinlich wenig oder sie machten sich darüber irgend welche Theorien; kurz, das reine Zink blieb im Altertume unentdeckt, und der Umstand, daß bei ihm Reduktion und Verdampfung in eins zusammenfallen, genügt auch, dies erklärlich zu machen. Nur als zufälliges, jedoch nicht verwertbares Nebenprodukt mag es damals vereinzelt erhalten worden sein, denn das Pfeudargyros des Strabo ist unzweifelhaft Tropfzink gewesen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1886

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  • F. Reuleaux

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